Tag-Archiv: strom

 

Nächtliches Abenteuer

Vergangene Nacht erlebte ich ein kleines Abenteuer, nein, nicht das was ihr jetzt denkt :silly:

Ich saß nachts – es sind halt noch Semesterferien :innocent: – an meinem Rechner und wollte mir mal 2 Stündchen Spiel-Zeit gönnen. Mitten im Spiel hörte ich dann ein leises klicken einer meiner Master-Slave-Steckdosen, keine Minute später machte es puff aus meinem PC-Soundsystem und alles war dunkel, komplett dunkel! Normaler Weise leuchten im Zimmer noch irgendwelche Lämpchen oder LEDs von diversen Geräten, aber es war komplett duster. Stromausfall!

Als erstes begab ich mich auf die Suche nach meiner Taschenlampe. Lange Zeit stand eine davon in einem meiner Regale, doch diese ist vor kurzem ins Auto umgezogen. Also 2. Gang zum Werkzeugkasten. Dort herumgetastet, es war immer noch Stock-dunkel. Ich wollte die Taschenlampe einfach nicht finden, also den kompletten Werkzeugkasten genommen und rüber geschleppt und weitergewühlt, ein paar Werkzeuge nehme ich heraus und werfe sie auf den Boden. Langsam gebe ich die Hoffnung auf, Idee Feuerzeug. Ab in die Küche an das hintere Schubfach und Feuerzeug ertasten, gefunden! Also damit erstmal den Werkzeugkasten beleuchten und währenddessen den Daumen verbrennen: Wo ist bloß diese besch***** Taschenlampe?! :angry: Sie ist offenbar nicht da. Also nächster Versuch ab zu meiner Merchandising-Kiste – darin habe ich noch ein paar alte Merchandising-Artikel von früheren Zeiten, darunter auch Taschenlampen. Die Kiste aus dem Regal gezerrt, dabei den im Weg befindlichen Rolli quer durchs Zimmer katapultiert. Die Merchandising-Kiste hat es bei der Gelegenheit zerlegt – sie besteht aus Pappe, eine Kiste von Ikea eben. Bis nach ganz unten durchgewühlt und eine Taschenlampe gefunden. Sie geht nicht an! Natürlich nicht, ohne Batterien! Ab zum nächsten Schubfach im immer noch dunklen Zimmer, Batterien rauskramen und richtig herumeinlegen – Chancen 50/50. Es hat geklappt, endlich Licht.

Danach aus dem Fenster geschaut, wo ist noch Licht aus? Nur bei mir? Ich höre einen Nachbarn „Ist bei euch auch der Strom weg?“ Die Häuser gegenüber, sowie links und rechts (teilweise) ebenfalls komplett dunkel. Also wieder zurück und ein paar Kerzen heraussuchen. Teelichter findet man mit Taschenlampe ganz schnell ;-) Meine Räumlichkeiten sind also wieder etwas beleuchtet. Im Hausflur sorgt Notstrom für Dauerbeleuchtung, auf Nachbar-Balkons brennen scheinbar noch ein paar Lampen mit Akkus. Und wo war eigentlich die Taschenlampe aus dem Werkzeugkasten? Sie lag auf dem Boden! Sie war offenbar aus dem Werkzeugkasten beim Wühlen gefallen :sad:

Als nächstes Schreckmoment, so ein Mist, der Kühlschrank ist aus und darin sind zu kühlende Medikamente aufbewahrt. Ab damit in die Kühltasche mit Kühlakkus und Kühlschrank zulassen.

Danach fiel mir noch ein, dass es sinnvoll sein könnte, jemanden über den Blackout zu informieren, bei Twitter, geprüft mit Hilfe meines Smartphones, gab es keinerlei Meldungen zu einem Stromausfall. Also meine Mietunterlagen herausgesucht und einfach die zentrale Nummer angerufen. Dort sind tatsächlich Mitarbeiter 1 Uhr nachts verfügbar. Problem war bereits bekannt, Vattenfall ist dabei das Problem zu beheben.

Aber was kann man machen ohne Strom? Eigentlich nichts, außer den Laptop mit vollen Akku und Internet aus dem Smartphone zu betreiben. Aber wozu? Also ab ins Bett. Bei Kerzenlicht Zähne putzten mit – Achtung Ironie – einer elektrischen Zahnbürste. Kaum war ich soweit bereit für das Bett war der Strom wieder da, Applaus aus der Nachbarschaft und die Häuser erstrahlen plötzlich wie Weihnachtsbäume.

Insgesamt hat es ca. 1 Stunde angedauert, der Zustand ohne Strom und meine Konsequenz: Ich habe wieder eine Taschenlampe im Regal liegen.

 

Halogen vs. LED

Vor einer knappen Woche ist mir eine Halogen-Lampe an meinem Spiegelschrank im Badezimmer durchgebrannt. Daraufhin hatte ich mich im Internet umgesehen und flugs 2 passende LED-Spots bestellt. Vor etwa 2 Tagen, durch das lange Oster-Wochenende etwas verzögert, sind die neuen Lampen dann auch angekommen. Noch am Abend habe ich die LED-Spots ausgepackt und in die Fassungen des Spiegelschranks gesteckt, nicht ahnend, dass man doch mehr als nur die Fassung (GU5.3) und die Spannung (12V) zu beachten hat. Der Vorteil bei LEDs sollte klar sein, im Vergleich zu einer vergleichbaren Halogen-Lampe mit 20W braucht eine LED nur etwa 2,3W, was natürlich dem Stromverbrauch und damit auch Geldbeutel und Umwelt zu Gute kommt. Außerdem habe ich beim Kauf der Power LED bei Conrad auch auf die Farbe Warm-Weiß und den relativ hohen Abstrahlwinkel von 60° geachtet. Der Abstrahlwinkel ist hierbei wichtig (vorher in Internetforen recherchiert), da die Ausleuchtung ja nicht zu schmal sein sollte, es wird also mehr beleuchtet. Denn im Vergleich dazu haben Halogen-Lampen einen höheren Abstrahlwinkel, als ein LED-Spot. Doch leider bin ich dennoch auf ein kleines Problem gestoßen: Die Mindestlast des Transformators im Spiegelschrank. Offenbar benötigt dieser Trafo – und das scheint bei relativ vielen Spiegelschrank-Trafos preiswerterer Bauart der Fall zu sein – etwa 20W. D.h., wenn eine Halogenlampe mit 20W von 2x20W ausfällt, stellt dies auch kein Problem dar, aber sobald man unter diese Mindestlast fällt, fangen die Lampen an zu flackern und der Transformator brummt. Das ist nicht nur schlecht für die Lampen, sondern auch für den Trafo selbst. Leider ist genau das passiert als ich mit beiden LED-Spots nur noch knappe 5W am Trafo zu hängen hatte, die Lampen haben geflackert und der Trafo ungesunde Geräusche gemacht. Dabei ist mir außerdem aufgefallen, dass trotz der Bezeichnung „warm-weiß“ die LEDs sehr hell – das ist hier positiv zu werten, die Zeiten in denen LEDs vergleichsweise dunkel waren, sind vorbei – aber auch sehr steril wirken. Das gesamte Badezimme erstrahlt fast schon in Zahnarztatmosphäre, schade. Doch durch die Mindestlast musste ich nun wieder über 20W kommen, die einfachste Lösung hierbei war es, die intakte Halogen-Lampe weiter zu nutzen und in die andere Fassung den LED-Spot zu stecken. Damit kommt der Trafo auf etwa 22,5W und somit über die Mindestlast, damit auch kein flackern und kein brummen. Und auch ein positiver Nebeneffekt, die Beleuchtung wirkt nicht mehr so steril und wärmer dank der bestehenden Halogenlampe. Der Nachteil dabei ist allerdings die uneinheitliche Optik der Leuchtkörper.

Fazit: Bei LED-Spots als Ersatz für Halogen-Lampen kann man ordentlich Strom sparen, aber auch nur wenn die Voraussetzungen neben Fassung, Spannung und Mindestlast des Trafos erfüllt sind. Die Beleuchtung ist mittlerweile hell genug – man sollte hier allerdings auf den Abstrahlwinkel achten – um Halogenlampen zu ersetzten, allerdings handelt es sich dabei auch im eine ungemütlichere Farbtemperatur.