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Eine (fast) perfekte Web-Entwicklungsumgebung – Aptana

Am vergangenen Mittwoch gab es an meiner Hochschule sog. Probevorlesungen – hier stellen sich bewerbende Professoren den Studenten mit einer Vorlesung vor und die Studenten können danach bewerten und mit entscheiden, ob die Bewerber als Professor angenommen werden. Das Thema der 3 Vorlesungen war „Rich Internet Applications with HTML5“. Für mich als nebenberuflicher Webentwickler die perfekte Veranstaltung. Davon abgesehen, wie gut bzw. wie schlecht die ein oder andere Vorlesung war, brannte einem meiner Kommolitonen immer eine bestimmte Frage unter den Nägeln. Gibt es eine gut Web-Entwicklungsumgebung (auf gut deutsch: ein aufgeblasener vielseitiger HTML-Editor)?. Alle 3 Kandidaten konnten darauf nicht befriedigend antworten, sie behelfen sich entweder mit herkömmlichen Editoren oder IDEs (Entwicklungsumgebungen) wie Eclipse (vorrangig für Java entwickelt, es exisitieren dafür auch Web-Plugins für beispielsweise PHP). Doch am Ende des Tages klingelten bei mir die Glocken: Mir fiel eine entsprechende Entwicklungsumgebung ein, die ich vor einigen Jahren schon einmal ausprobiert hatte: Aptana Studio.

Aptana basiert auf Eclipse und ist sowohl als Stand-alone oder Eclipse Plugin zu bekommen. Außerdem – weiterer großer Vorteil – ist es für jedes gängige Betriebssystem zu haben, darunter auch Linux. Vor etlichen Jahren habe ich noch Macromedia Dreamweaver genutzt (heute Adobe) und war davon ziemlich verwöhnt, viele Features brachte Aptana vor einigen Jahren noch nicht mit. Doch ich habe nun mitbekommen, dass vor kurzer Zeit Version 3 des Aptana Studios erschienen ist und habe es gleich installiert (Stand-alone).

 

Aptana Studio 3.0 unter Ubuntu nach ein paar persönlichen Anpassungen

Es bietet mittlerweile echt viele nette Features, darunter Autovervollständigung, integrierte Validation, die Möglichkeiten Web-Dateien über FTP zu synchronisieren, verschiedene Farbthemes für den Code und die Möglichkeit einen eigenen lokalen Web-Server einzubinden (dazu werde ich demnächst etwas mehr schreiben ;-)). Es vereint außerdem das Programmieren von HTML, CSS, PHP, Python, Ruby … Das einizige Feature, dass ich im Moment noch vermisse: Ich würde gerne bei img-Tags die Attribute width und height automatisch erkennen, aber sonst hat sich echt viel getan. Ich bin begeistert!

Ach ja, es ist OpenSource und kostenlos ;-)