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Erfahrungen mit OwnCloud

OwnCloud LogoSchon immer habe ich mir Gedanken gemacht, wie kann ich meine Daten sicher zwischen mehreren Geräten synchronisieren. Cloud-Speicher-Dienste, wie z.B. Dropbox oder Google Drive, bieten sich da besonders an. Aber nicht zuletzt auch durch die PRISM-Affäre wurde mir klar, Daten einfach so in irgendwelche fremden Speicher schieben? Lieber nicht. Zwar habe ich bis vor kurzem meine Daten zum größten Teil verschlüsselt mit EncFS und BoxCrypter (Android) in der Dropbox synchron gehalten. Aber elegant fand ich diese Lösung nicht. Also habe ich vor ein paar Wochen auf meinem Server OwnCloud installiert und eingerichtet. Nach einigen Wochen Produktiveinsatz möchte ich hier nun darüber berichten:

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SparkleShare selbst kompilieren

Vor einiger Zeit habe ich hier einen Artikel über SparkleShare verfasst. Als kurze Zusammenfassung: Mit SparkleShare ist es möglich seine Daten in seine eigene Cloud, z.B. auf einen eigenen Server, zu packen.

Das Team hinter SparkleShare war seitdem sehr fleißig und so ist das gute Stück Software bereits bei Version 0.8.2 angekommen.

Mittlerweile gibt es diverse Möglichkeiten SparkleShare ohne Anstrengungen unter Ubuntu zu installieren. In den offiziellen Paket-Quellen von Oneiric Ocelot liegt Version 0.2.5 bereit. Mit Hilfe des PPA von Andrea Colangelo bringt man es sogar auf Version 0.4.0 (wie ihr es über das PPA installiert, findet ihr in diesem Artikel). Wer es unkompliziert auf Version 0.6.0 bringen will, kann es in den offiziellen Ubuntu-Quellen für Precise Pangolin herunterladen und danach manuell installieren (das Paket funktioniert auch unter Oneiric Ocelot!). Wer es aber auf die neuesten Version bringen will, vor allem um nervige Bugs auszumerzen, muss es selbst aus den Quellen kompilieren. Das klingt auf Anhieb schwierig, ist aber eigentlich ganz einfach.

Hinweis: Die folgende Anleitung bezieht sich auf Ubuntu 11.10 Oneiric Ocelot

Zunächst müssen die folgenden Pakete installiert worden sein/installiert werden:

sudo apt-get install gtk-sharp2 mono-runtime mono-devel monodevelop libndesk-dbus1.0-cil-dev 
nant libnotify-cil-dev libgtk2.0-cil-dev mono-mcs mono-gmcs libwebkit-cil-dev 
intltool libtool python-nautilus libndesk-dbus-glib1.0-cil-dev

Wer zusätzlich den Indicator benutzen will braucht außerdem das folgende Paket:

sudo apt-get install libappindicator0.1-cil-dev

Wer SparkleShare bereits über die Paket-Quellen installiert hat, sollte es vorher deinstallieren.

Danach kann man die aktuelle Version von SparkleShare herunterladen und dann entpacken. Danach muss man nur noch in das entpackte SparkleShare-Verzeichnis wechseln und das Programm wie folgt kompilieren:

./configure --prefix=/usr
make
sudo make install

Danach kann man SparkleShare via sparkleshare start oder im Menü starten.


Was sich in der neuesten Version verbessert hat, findet ihr im Changelog.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass SparkleShare vor allem beim ersten Start flinker geworden ist.

 

Eine weitere Cloud – SparkleShare

Ich habe in diesem Blog bereits mehrfach über Cloud-Lösungen berichtet. Insbesondere lege ich dabei immer wieder mein Augenmerk auf die Synchronisation von Dateien. Für mich persönlich ist das ein interessanter Punkt, da ich Daten habe, die ich gerne möglichst automatisch zwischen meinem festen Desktop-Rechner und meinem mobilen Laptop synchronisieren möchte.

Für diesen Zweck habe ich in der Vergangenheit Dropbox genutzt. Der große Nachteil hier, ist die mangelnde Datensicherheit, es findet keine Verschlüsselung statt und die Daten verschwinden nach „irgendwo“. Dazu kamen auch Berichte, dass durch einen Bug sogar mal alle Daten frei zugänglich waren, ein gruseliger Gedanke.

Nach diesem Worst Case habe ich nach Alternativen gesucht und bin auf Wuala gestoßen, welches ich bis vor kurzem auch intensiv genutzt habe. Hier werden die Daten vor dem Transfer verschlüsselt und landen so unzugänglich für andere in der Cloud. Bis vor kurzem wurden diese Daten sogar dezentralisiert bei gut erreichbaren Wuala-Clients gespeichert. Doch hier tat sich im alltäglichen Nutzen ein Nachteil auf: es ist ziemlich träge. Es reagiert langsam und Änderungen, besonders bei vielen kleinen Dateien, werden nur langsam übernommen.

Die perfekte Lösung für mich, wäre eine Cloud auf meinem eigenen dedizierten Server. Hier weiß ich wo meine Daten liegen und wer alles Zugriff dabei hat. Außerdem stünde mir hier „unbegrenzt“ Speicher zur Verfügung. Und so habe ich bereits seit langer Zeit SparkleShare im Blick und nutze es neuerdings auch.

Also folgt hier eine kleine Vorstellung von SparkleShare:

SparkleShare ist eine freie offene Software. Derzeit steht der Client für Linux, Mac und neuerdings auch Android zur Verfügung. Auf der Server-Seite ist keine besondere Software von SparkleShare nötig. Hier wird ein herkömmlicher Git-Service genutzt. Wer einen eigenen Server hat, kann sich einen solchen Git-Service relativ einfach installieren. Bei den meisten Linux-Distributionen liegt Git in den Paketquellen. Wer allerdings keinen eigenen Server hat, kann auch öffentliche Git-Dienste benutzen, dazu zählen Github und Gitorious. Hier muss man allerdings beachten, dass seine Daten öffentlich zugänglich sind, wenn man einen kostenlosen Account nutzt. Doch am meisten Sinn, zumindest unter dem Punkt Datensicherheit, macht hier ein eigener Server. Wem die Datensicherheit auf dem eigenen Server noch nicht ausreicht, kann die Daten zusätzlich auch vor dem Transfer verschlüsseln. Doch hier verliert man die Vorteile von Git. Denn Git speichert nicht einfach nur die Dateien ab, sondern überwacht Änderungen und speichert eben diese, typisch für eine Versionsverwaltung. Damit gewinnt man vor allem Zeit beim Transfer. Sollte sich die Verschlüsselung als gut erweisen, wird sie künftig von Hause aus implementiert. Außerdem gibt es viele weitere nette Vorhaben bei SparkleShare. So gibt es beispielsweise ein Dashboard, das ein Webinterface à la Dropbox & Co zur Verfügung stellen soll. Des weiteren soll ein Windows-Client und eine iOS-App dazukommen.

Wer jetzt auch SparkleShare nutzen möchte, findet hier ein paar Installationsanleitungen für den Client unter Ubuntu und den eigenen Git-Server:

 

Synchron mit sich und der Welt – dank Dropbox

„Die Cloud greift um sich.“ Das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch zunächst, was ist eigentlich diese ominöse Cloud (engl. Wolke)? Dabei handelt es sich in der Regel um Dienste, die einen Datenservice irgendwo in unbekannten Regionen und Serverfarmen anbieten, in einer Wolke eben. Das können z.B. Dienste sein, mit denen man seine Lesezeichen des Browsers synchronisiert (z.B. XMarks) oder sogar seine Passwörter (z.B. LastPass). Doch ein in meinen Augen ganz besonderer Dienst, da er sehr intuitiv funktioniert, ist Dropbox.

Dropbox synchronisiert beliebige Dateien zwischen verschiedenen Endgeräten, von Computern bis hin zu Smartphones. Und das alles auf sehr einfache Art und Weise und zwischen allen Betriebssystemen.

Ich setze Dropbox ein, seit ich ein Smartphone mein eigen nenne und darauf automatisch abgeglichene Dateien von meinem Computer haben wollte. Schnell entdeckte ich dabei, dass ich auch meine Daten zwischen Linux und Windows sehr einfach synchron halten kann. Vor kurzem ist nun auch ein neues Notebook in meine Dropbox-Familie eingezogen. Hier halte ich in erster Linie meine Daten vom Studium und einige Tabellen und Dokumente zwischen beiden Rechnern auf dem selben Stand. So kann ich beispielsweise in der Uni im Computerlabor an meinem Laptop an einer Aufgabe arbeiten und finde diese dann zu Hause an meinem Desktop-Rechner wieder. Übrigens: Neuerdings funktioniert die Synchronisation zwischen zwei Rechnern auch per LAN, also lokal und nicht über das Internet. Das geht wesentlich schneller. Dazu muss man nur seinen Dropbox-Ordner im Netzwerk als „Dropbox“ freigeben und das Häkchen in den Optionen bei „Enable LAN Sync“ setzen, es funktioniert tatsächlich, auch zwischen Windows und Linux. Ein weiteres geniales Feature, welches ich seit kurzem ebenfalls nutze, ist das Sharing. Ich kann hier einen bestimmten Ordner in meiner Dropbox mit anderen Nutzern teilen. Das nutze ich seit einigen Wochen zusammen mit ein paar meiner Kommolitonen für eine Gruppenarbeit. Weiterhin kann man dort Dateien hochladen, die dann andere über einen Link herunterladen können oder man stellt hier seine Fotoalben für jedermann online. (habe ich bisher allerdings noch nicht genutzt)

Doch wie funktioniert das Ganze? Das klingt ja unheimlich kompliziert! Nein, es ist extrem einfach. Einfach die Software von Dropbox herunterladen, ein Benutzerkonto einrichten und schwupp hat man einen Ordner namens „Dropbox“ auf seinem Rechner. Die Daten in diesem Ordner werden jetzt in die Cloud geladen und automatisch auf anderen Geräten mit dem selben Dropbox-Konto heruntergeladen, und umgekehrt. Einfacher geht es wirklich nicht!

Das Ganze ist übrigens kostenlos, so lang einem 2GB Speicher ausreichen. Man kann diese aber auch bis zu 8GB kostenlos erweitern, z.b. durch Gewinnspiele oder Einladungen ;-). Wem das noch immer nicht reicht, kann für etwa 10$/Monat 50GB und 20$/Monat für 100GB erweitern.

Also, wer Interesse hat, sollte sich hier anmelden – denn damit folgt ihr meiner Einladung und schenkt mir 250MB mehr Speicher – und dann loslegen.