Kategorien-Archiv: Internet

 

Lesezeichen mittels Foxmarks und eigenem FTP-Server synchronisieren

Schon seit längerer Zeit nutze ich Foxmarks zur Synchronisation meiner Firefox-Lesezeichen. Alles was man dafür benötigt, ist ein Benutzerkonto und das Addon Foxmarks für Firefox.
Foxmarks unterstützt übrigens inzwischen auch Internet Explorer und Apple Safari.
Allerdings fand ich es persönlich etwas unangenehm, dass meine privaten Lesezeichen mit irgendeinem, mir eigentlich unbekannten, Server synchronisiert wurden. Daher habe ich mich entschlossen, das nette Feature von Foxmarks zu nutzen, welches es erlaubt, einen eigenen Server zu verwenden. Dabei kann man entweder einen FTP-Server oder Webdav-Server einsetzen. Ich habe mich hier für FTP entschieden, da ich einen solchen Server bereits am Laufen habe. An diesem Server habe ich dann einen extra Benutzer bookmarks angelegt, der die Dateien in einem bestimmten Verzeichnis hinterlegt.

Wie muss Foxmarks konfiguriert werden?
Zunächst muss Foxmarks natürlich installiert worden sein. Das geschieht in der Regel bei Firefox über Extras -> Addons.
Danach kann Foxmarks über Extras -> Foxmarks -> Einstellungen konfiguriert werden:
Dort wird unter Benutzerkonto der Benutzer und das Passwort des FTP-Servers eingetragen. Danach muss man nur noch unter Erweitert den eigenen Server einstellen. Dies geschieht nach folgendem Schema:
Lesezeichen-URL: ftp://meinserver.de/bookmarks.jim
Passwort-URL: ftp://meinserver.de/passwords.jim Jetzt müssen die Lesezeichen nur noch mit einem Klick auf Hochladen hochgeladen werden. Fertig. Foxmarks synchronisiert die Lesezeichen nun mit einem eigenen FTP-Server.

Leider ist (noch) kein SSL (verschlüsselter Zugang) per FTP möglich. Wer einen WebDav-Server nutzt, kann dies allerdings über https realisieren.

 

Das Wort Homepage und die Umgangssprache

Heute ist mir im Internet wieder etwas aufgefallen und das brennt mir schon lange unter den Nägeln: EINE HOMEPAGE IST KEINE WEBSEITE!!!
D.h. klipp und klar: Als Homepage bezeichnet man die Startseite bzw. Introseite einer Webseite… Denn das kommt von dem Wort Home, welches aus dem Englische stammt und so viel bedeutet, wie zu Hause. Daher steht oft auch in Seitenmenüs (wie auch bei mir) das Wort Home für die Startseite. Die technische Seite: Häufig wird diese Homepage von der index.htm bzw. index.php usw. gebildet.
Aber leider hat die Umgangssprache zugeschlagen, denn viele Leute bezeichnen ganze Webseiten als Homepage, was aber EIGENTLICH inkorrekt ist. Wie oft habe ich schon gehört: „Geile Homepage…“, „…mach mal an meiner Homepage…“, „Ich hab ’ne Homepage“…
Also bitte: In meiner Gegenwart, Vorsicht mit dem Wort Homepage ;-)

 

Mein eigener IMAP-Server

Seit gestern abend bzw. nächtlicher harter Kopfarbeit, hab ich nun einen eigenen IMAP-Server zum Laufen gebracht. Jetzt ist natürlich die Frage: Was ist ein IMAP-Server?
„Die Abkürzung IMAP steht für Internet Message Access Protocol. Das Anwendungsprotokoll erlaubt den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails, die sich in einem Postfach auf einem Mailserver befinden.“
Quelle: Wikipedia

Der Vorteil an einem IMAP-Postfach ist, dass man dort seine EMails mittels eines EMail-Clients, wie z.B. Mozilla Thunderbird oder Microsoft Outlook, verwalten kann und dies zentral auf dem Server geschieht. Jede Änderung, die man dort also vornimmt geschieht zentral und kann von jedem beliebigen Rechner vorgenommen werden. Das ist besonders von Vorteil, wenn man mit mehreren PCs arbeitet und von jedem dieser PCs seine EMails verwalten will. Die Alternative dazu bildet POP3, welches häufig vom Normalbenutzer verwendet wird. Dort werden die Emails vom entsprechenden Server heruntergeladen und lokal verarbeitet, man hat also keine zentralen EMails. Übrigens bieten viele EMail-Anbieter ebenfalls IMAP-Server an, so z.B. Arcor, GMX oder Web.de.

Nun zu meinem Fall:
Ich habe jetzt also einen IMAP-Server auf meinem Ubuntu-System zu laufen. Dieser ruft mittels fetchmail all meine EMail-Konten per POP3 ab und legt sie dann auf meinem Server ab. Danach übermittelt postfix diese EMails in einem zentralen Ordner ab, welcher dann vom IMAP-Server dovecot verwaltet wird. Diesen Server kann ich dann mit meinem EMail-Client (Thunderbird) sowohl im lokalen Netz als auch im Internet abrufen und verwalten. Das funktioniert aber natürlich nur mit dem entsprechenden Passwort ;-)

Aber warum mache ich es so kompliziert, wenn doch soviele EMail-Anbieter bereits IMAP anbieten?
Nun, die Antwort ist für mich simpel: So liegen MEINE EMails zentral auf MEINEM Server. Dort kann ich sie unter anderem auch sichern (Backup) und muss keine Angst haben, dass ein Server bei beispielsweise Arcor oder GMX abschmiert…

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