Kategorien-Archiv: Linux

 

Ubuntu 14.04 ist da!

Ubuntu Logo KreisEs ist soweit! Heute ist die neue LTS-Version 14.04 von Ubuntu erschienen! Für die ganz Flinken unter euch habe ich hier mal ein paar sehr schöne Quellen:

Ubuntu.com

Web Upd8 – See what’s new [Screenshots, Videos]

OMG Ubuntu – The Good, The Bad and The Awesome

OMG Ubuntu – 10 Things to do after installing Ubuntu 14.04

Ubuntu Users.de – Warum Long-Term-Support-Versionen die besten sind

Ubuntu Users.de – Trusty Tahr

Ich selbst habe meinen schicken Ubuntu-Rechner – da schulde ich euch noch einen Testbericht des Dell XPS13 alias Sputnik mit Ubuntu – noch nicht aktualisiert. Ich werde im Verlauf der nächsten Wochen mit einem Live-USB-Stick testen, ob alles noch funktioniert (vor allem WLAN, Bluetooth etc.) und gleichzeitig warten, dass mögliche erste Kinderprobleme verschwinden. Auch die Verfügbarkeit von Software- bzw. PPAs ist evtl. hier und da noch nicht 100%ig gegeben. Zu all dem wird heute das Laden des Upgrades eine ganze Weile dauern ;-) Oder hat es schon jemand gewagt? Wie ist es?

 

Steam für Linux!

Bereits vor einigen Wochen tauchte ein Interview-Video von Gabe Newell (Gründer und Geschäftsführer von Valve) auf, welches bereits vorher verbreitete Gerüchte bestätigte, dass Steam aktuell auf Linux portiert werden soll.

Doch was ist Steam überhaupt? Steam ist ein Online-Store für PC-Games. Dort können mittlerweile Games von fast allen Publishern digital erworben, installiert und gespielt werden.

Nun – mitten im Steam Summersale (in dem auch ich wieder zugeschlagen habe) – wurde der offizielle Valve (Entwickler von Steam) Linux-Blog eröffnet. Hier stellt sich das von Valve zusammengestellte Linux-Team kurz vor und erläutert im neuesten Artikel, was sie nun mit Steam für Linux vor haben:

So ist es zunächst geplant, Steam für Ubuntu anzubieten. Das liegt vor allem daran, dass Ubuntu eine der beliebtesten Distributionen ist. Für den Anfang begrenzt man sich darauf, weil man eben noch etwas experimentieren muss. Es ist aber geplant, später auch weitere Distributionen zu unterstützen.

Nun reicht Steam allein natürlich nicht aus, denn davon hat man nichts, wenn es nicht auch Spiele für Linux gibt. Zu diesem Zweck soll als erstes das Spiel Left4Dead 2 auf Basis der Source Engine mit OpenGL und damit auch unter Linux zum laufen gebracht werden – und das möglichst ohne Performance-Einbußen. Danach ist es geplant weitere Valve Titel zu portieren. Da man mit Left4Dead 2 ein Spiel mit Source Engine portiert, liegt also der Verdacht nahe, dass bei einem Erfolg weitere Source-Titel, wie z.B. Half Life 2, Portal, Team Fortress 2 oder Counter Strike, im Linux-Steam zur Verfügung stehen könnten.

Übrigens: Der Summersale läuft noch bis zum 23.07.2012. Also geht ruhig auf Schnäppchenjagd ;-)

 

SparkleShare selbst kompilieren

Vor einiger Zeit habe ich hier einen Artikel über SparkleShare verfasst. Als kurze Zusammenfassung: Mit SparkleShare ist es möglich seine Daten in seine eigene Cloud, z.B. auf einen eigenen Server, zu packen.

Das Team hinter SparkleShare war seitdem sehr fleißig und so ist das gute Stück Software bereits bei Version 0.8.2 angekommen.

Mittlerweile gibt es diverse Möglichkeiten SparkleShare ohne Anstrengungen unter Ubuntu zu installieren. In den offiziellen Paket-Quellen von Oneiric Ocelot liegt Version 0.2.5 bereit. Mit Hilfe des PPA von Andrea Colangelo bringt man es sogar auf Version 0.4.0 (wie ihr es über das PPA installiert, findet ihr in diesem Artikel). Wer es unkompliziert auf Version 0.6.0 bringen will, kann es in den offiziellen Ubuntu-Quellen für Precise Pangolin herunterladen und danach manuell installieren (das Paket funktioniert auch unter Oneiric Ocelot!). Wer es aber auf die neuesten Version bringen will, vor allem um nervige Bugs auszumerzen, muss es selbst aus den Quellen kompilieren. Das klingt auf Anhieb schwierig, ist aber eigentlich ganz einfach.

Hinweis: Die folgende Anleitung bezieht sich auf Ubuntu 11.10 Oneiric Ocelot

Zunächst müssen die folgenden Pakete installiert worden sein/installiert werden:

sudo apt-get install gtk-sharp2 mono-runtime mono-devel monodevelop libndesk-dbus1.0-cil-dev 
nant libnotify-cil-dev libgtk2.0-cil-dev mono-mcs mono-gmcs libwebkit-cil-dev 
intltool libtool python-nautilus libndesk-dbus-glib1.0-cil-dev

Wer zusätzlich den Indicator benutzen will braucht außerdem das folgende Paket:

sudo apt-get install libappindicator0.1-cil-dev

Wer SparkleShare bereits über die Paket-Quellen installiert hat, sollte es vorher deinstallieren.

Danach kann man die aktuelle Version von SparkleShare herunterladen und dann entpacken. Danach muss man nur noch in das entpackte SparkleShare-Verzeichnis wechseln und das Programm wie folgt kompilieren:

./configure --prefix=/usr
make
sudo make install

Danach kann man SparkleShare via sparkleshare start oder im Menü starten.


Was sich in der neuesten Version verbessert hat, findet ihr im Changelog.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass SparkleShare vor allem beim ersten Start flinker geworden ist.

 

Ubuntu: TV-Karte und Webcam

Eine gar nicht so unübliche Konfiguration eines PCs ist eine Webcam und eine TV-Karte. Leider gibt es dabei unter Ubuntu ein kleines Problem. In der Regel kann man, egal mit welcher Software, auf die Devices via /dev/video0 und /dev/video1 zugreifen. Eines davon ist die Webcam, das andere die TV-Karte. Aber wo liegt nun das Problem? Leider tauschen beide Geräte bei nahezu jedem Neustart des Systems genau diese Devices. Während bei dem einen Mal /dev/video0 die TV-Karte ist, so ist es beim nächsten Neustart plötzlich /dev/video1. Egal mit welcher Software oder Skripten man nun über seine TV-Karte bzw. Webcam sehen bzw. aufnehmen möchte, kommt es dadurch zu Problemen. Mir selbst ist es nun schon mehrfach passiert, dass ich statt eines Films im TV meine Webcam aufgenommen habe. Doch wie kann man dieses Problem lösen? Ich habe etwas gegoogelt und bin auf die Lösung gestoßen: Man muss eine eigene UDEV-Regel festlegen.

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Updates plötzlich ohne Passwort: Bug oder Feature?

Eingefleischte Ubuntu-Nutzer kennen es so: Man sitzt an sein Lieblings-Betriebssystem und irgendwann erscheint ein Hinweis, z.B. im Unity-Launcher, und der Update-Manager zuckt. Er weist also dezent auf neue verfügbare Updates hin. Nun geht man in den Update-Manage, klickt auf installieren und es öffnet sich ein kleines Popup-Fenster. Nun muss man nur noch sein Admin-Passwort eingeben, um seine Berechtigung für Aktualisierungen bestätigen und die Installation startet. Doch so war es bisher!

Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass mir beim Klick auf installieren plötzlich keine Passwortabfrage mehr entgegen springt. Die Software wird einfach aktualisiert, so wie immer, nur eben ohne die Abfrage. Das kommt einem doch dann etwas komisch vor, wenn man es Jahre lang anders gewöhnt ist. Vielleicht ein Bug? Ein Bug, der sogar auch auf meinem Laptop auftaucht? Unwahrscheinlich, aber durchaus möglich, lieber mal recherchieren… und dabei bin ich auf folgendes Ergebnis gestoßen: Es ist ein Feature, kein Bug! Im Changelog des Paketes policykit-desktop-privileges ist bei Version 0.6 folgendes im Changelog zu finden.

policykit-desktop-privileges (0.6) oneiric; urgency=low

* Allow local admins to update already installed software without password.

* Update passwordless time zone configuration to GNOME 3.

Bei bereits installierten Programmen ist also keine Passworteingabe mehr erforderlich, sofern man mit seinem als Admin berechtigten Konto eingeloggt ist. Mir kommt es noch etwas komisch vor, aber es scheint ja keine Sicherheitsbedenken zu geben.

 

Linux wird 20

Es findet und fand dieses Jahr immer wieder Erwähnung, Linux feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag – ganz nebenbei bemerke ich wie alt ich schon bin! Unter anderem gratulierte auch der Erzfeind Microsoft dem kleinen Pinguin, ja Microsoft, der Konzern der freie Software und damit mit einem besonderen Blick auf Linux als „Diebstahl“ und als „Tumor“ bezeichnete. Doch alleine das zeigt, dass sich Linux in den letzten 20 Jahren als Konkurrenz der Betriebssysteme etabliert hat. Ja tatsächlich! Konkurrent! Auch wenn noch ein äußerst geringer Anteil der Nutzer zu Hause an ihrem Heim-PC oder an ihrem Arbeitsplatz Linux einsetzen, so hat es sich vor allem im Server-Bereich durchgesetzt und so hat auch Microsoft mittlerweile seine Hände bei der Entwicklung des aktuellen Linux-Kernels mit im Spiel. Außerdem vermarkten auch große Unternehmen (Red Hat, Canonical…) diverse Linux-Distributionen.

Angefangen hat das Projekt „Linux“ als Versuch eines finnischen Studenten, Linus Torvalds – gleichzeitig Namensgeber von Linux -, ein kleines freies Betriebssystem zu entwerfen. Das es eines Tages sich solcher Beliebtheit und Popularität erfreut, dachte damals wohl noch niemand, zumal es nicht der erste Versuch war, ein entsprechendes freies Betriebssystem zu entwerfen, genannt sei hier beispielsweise UNIX. Und Linux hat dabei viel innovatives hervorgebracht, es war nicht nur das erste vollständig freie Betriebssystem, es setzte sogar komplett auf modulare Programmierung. Freie Entwickler in aller Welt setzten sich an das Projekt, programmierten Teile des Betriebssystems und im Jahr 1992 war der Linux Kernel 1.0 geboren.

Heute sind wir bereits – genauer gesagt im Juli 2011 – beim Kernel 3.0 angekommen. Der Versionssprung symbolisiert dabei die „dritte Dekade“, die nun mit dem 20. Geburtstag eingeläutet wurde. Außerdem finden wir Linux heute in immer mehr Geräten vor, nicht mehr nur bei Servern oder bei mehr und mehr Desktop-PCs und Notebooks – dank des steigenden Komforts diverser Linux-Distributionen – sondern auch in mobilen Geräten, wie etwa Smartphones. So basiert beispielsweise Googles Betriebssystem Android auf einem Linux-Kernel. Außerdem bildet Linux oft das Grundsystem in Netzwerkgeräten, wie beispielsweise in Routern oder NAS-Systemen. Und auch andere Innovationen finden ihren Ursprung bei Linux. Sogenannte „App Stores“, also zentrale Software-Sammlungen, gibt es Linux in diversen Formen und Ausprägungen schon lange. Und eine nahezu einmalige Sache unter den etablierten Betriebssystemen ist die große Auswahl aus diversen Distributionen und die Anpassbarkeit – beispielsweise durch verschiedene Desktop-Oberflächen (Gnome, KDE, Unity, …) – an eigene Bedürfnisse.

Zum Thema Software und Verfügbarkeit gibt es zu all dem folgendes zu sagen: Ja, nicht jede Software, die es für Windows oder Mac OS gibt, gibt es auch für Linux. Das gilt vor allem für Spiele oder proprietäre Software. Aber letztere erhalten nach und nach Einzug in die Linux-Welt, da Software-Konzerne erkannt haben, das die Bereitschaft für gute Software zu bezahlen auch unter Linux-Usern mittlerweile verbreitet ist.

Mein persönlicher Weg zu Linux begann mit Ubuntu im Jahr 2005. Dazu könnt ihr gerne hier nachlesen. Und eines sei dazu noch gesagt: Ich bin ein sehr glücklicher Linux-Nutzer, sowohl auf meinem PC, Notebook, als auch Server und Smartphone (mit Android).

Herzlichen Glückwunsch Linux, auf weitere 20 Jahre und mehr!

 

 

Firefox 5 – Änderungen in der Versionierung

Seit einigen Tagen ist nun schon Mozilla Firefox 5.0 verfügbar. Damit ist Version 5 gerade mal 3 Monate nach seiner Vorgänger-Version 4.0 erschienen. Somit hat Mozilla seine Versionierungsstrategie geändert. Während man in der Vergangenheit lange die nachfolgende Version getestet und entwickelt hatte, gab es für den aktuellen stabilen Browser kleinere Sicherheitsupdates. So wurde auch nach der Veröffentlichung von Firefox 4.0 die Version 3.6 weiterhin mit Updates versorgt und ein Update auf 4.0 war nur manuell vom Benutzer möglich. Das hat sich nun geändert. Mit den Neuerungen springt man direkt von 4 auf Version 5, auch automatische Updates erfolgen nun auf die neueste Version. Außerdem stehen bereits Version 6 im Beta-, Version 7 im Aurora- und Version 8 im Nightly-Channel. Man passt sich damit scheinbar der Versionierungsstrategie des Browsers Google Chrome an, der schon in Version 12 vorliegt.

Es gibt außerdem positive Nachrichten für Ubuntu-User bzgl. des neuen Firefox‘. Ab sofort wird, wie von Mark Shuttleworth angekündigt, die Strategie der Verteilung des Standard-Browsers Firefox von Ubuntu ebenfalls geändert. Während früher der nächste Versionssprung des Firefox‘ erst in der nächsten Ubuntu-Version erfolgte (außer man verwendete PPAs oder andere Quellen), werden nun auch die offiziellen Ubuntu-Quellen mit der neuesten Firefox-Version versorgt. Damit erfolgt seit etwa 2 Tagen auch ein automatisches Firefox-Update auf Version 5 für Ubuntu Nutzer.

Wer also Firefox 4.0 schon genutzt hat, wird demnächst automatisch auf Version 5 aktualisiert.

Große Änderungen gibt es übrigens kaum. Diesmal wurde eher im Hintergrund an der Leistung geschraubt. Durch die schnelle Versionssprünge wird dies auch künftig so sein und wahrscheinlich eine schleichende Weiterentwicklung entstehen.

Update: Die neue Firefox-Version in den Ubuntu Repositories gilt leider nur für die neueste Version Natty Narwhal. Wer allerdings noch mit einer älteren Ubuntu-Version unterwegs ist und dennoch auf Firefox 5 aktualisieren möchte, sollte sich diesen Artikel mal ansehen.

 

LinuxTag 2011 – Programmnachlese

Ganz im Sinne des OpenSource-Denkens von Linux wurden nun einige Paper und Videos zu den gehaltenen Vorträgen vom LinuxTag 2011 veröffentlicht. Wer die Messe also nicht besucht hat bzw. besuchen konnte, aber die Vorträge und Inhalte des LinuxTages dennoch interessieren, kann sie sich online auf der offiziellen Webseite ansehen und durchlesen.

 

Lokaler Webserver zur Webentwicklung

Solange ein Webentwickler „nur“ HTML-Seiten entwürft und entwickelt, ist es kein Problem diese direkt im Browser seiner Wahl anzeigen zu lassen. In der Regel reicht dazu ein Doppelklick auf die entsprechende HTML-Datei oder das Datei-Menü des Browsers. Aber sobald es darum geht, Seiten mit Programmiersprachen wie beispielsweise PHP zu entwickeln, wird es schon etwas komplizierter. Denn in der Regel funktioniert es hier nicht so einfach, der Browser kann mit ein paar Tricks zwar noch das HTML-Gerüst anzeigen, aber bei den PHP-Befehlen wird er streikeb.

Das liegt daran, dass Programmiersprachen wie PHP, im Gegensatz zu beispielsweise JavaScript, nicht direkt im Browser interpretiert werden, sondern zu den Server-Programmiersprachen gehört, die auf dem Webserver kompiliert und interpretiert werden und als fertiges statisches HTML an den Benutzer in den Browser zurückgeschickt werden.

Nun hat man als Webentwickler zwei Möglichkeiten:

  • Entweder man nutzt seinen bereits vorhandenen Webserver beim Hoster und lädt dort seine entwickelten Skripte hoch und testet sie dann dort

oder

  • man hat einen lokalen Webserver zur Verfügung.

Ich möchte nun beschreiben, wie einfach es doch sein kann, sich einen lokalen Webserver auf seinem Rechner, an dem man auch die Webseiten entwickelt, installiert, der auch Skriptsprachen wie PHP unterstützt. Dabei beziehe ich mich hier auf :ubuntu: Ubuntu (Linux) und den Webserver namens Apache. Wer Windows oder Mac benutzt, sollte sich mal bei XAMPP umschauen. XAMPP kann auch für Linux eingesetzt werden, aber Linux bringt in der Regel von Haus aus die Möglichkeit mit, einen Apache-Webserver direkt lokal zu betreiben.

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OpenSUSE bekommt Unity

Ja, tatsächlich, Canonicals neue Desktop-Oberfläche, die in Ubuntu den klassischen Gnome-Desktop in Version 11.04 Natty Narwhal ablöste, findet nun auch seinen Weg in anderen Distributionen. Als erstes portiert man derzeit Unity – die von vielen Ubuntu-Nutzern sehr skeptisch empfangen wurde – bei OpenSUSE. Aktuell gibt es wohl sogar erste Portierungen von Unity 2D, welches auch ohne 3D-Beschleunigung funktioniert. Aber auch Unity 3D – und damit auch Compiz – soll portiert werden. Offenbar wird Unity damit eine weitere offizielle Oberfläche von OpenSUSE neben KDE, Gnome 2 & 3, XFCE und LXDE, getreu dem Motto „Choice is good“.

Links: OpenSUSE, Rechts: Ubuntu

Mehr Screenshots von Unity unter OpenSuse.