Überwachungsstaat für Dummys

PG

Felix

 – Autor des Artikels

15 Reaktionen auf “Überwachungsstaat für Dummys

  1. Boah Felix… Also bitte… Das ist doch nicht dein ernst?

    Man merkt, dass Wahljahr ist. Da wird jeder Schwachsinn genutzt, um auf Stimmenfang zu gehen – selbst wenn es so schwachsinnig ist, wie das Video dieser im Untergang befindlichen Partei.

    In dem Video kommen so viele hirnrissige Plattitüden vor, dass ich darauf im Detail gar nicht eingehen will.

    Man man man…

    • Felix sagt:

      Na dann wähl mal weiter Mutti, auf das es in diesem Land so toll(!) weitergeht, wie bisher.

    • Also:
      1.) Wähle ich gar nicht, denn es gibt niemanden, der meine Stimme verdient.

      2.) Die Politik kann nichts ändern. Sie steckt in Bahnen, die sie quasi handlungsunfähig für nötige Umstellungen macht.

      3.) Was hast du großartiges an diesem Land auszusetzen? Bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen gibt es kein Land, dem es vergleichbar gut geht.

    • Felix sagt:

      Zu 1.) Das kann ich leider nur allzu gut nachvollziehen

      Zu 2.) Was ist dann die Alternative?

      Zu 3.) Ich habe einiges an diesem Land auszusetzen: Niedriglöhner, die beim Amt aufstocken müssen, weil sie sich ihre Lebenshaltung nicht leisten können und dennoch 40 Stunden und mehr die Woche schuften müssen. Das Thema Überwachung hatten wir ja schon. Extrem steigende Strom- und Mietpreise werden auch immer mehr zum Problem. Dann gibt es noch effektiv sinkende Löhne dank relativ hoher Inflation, hohe Steuern, Steuerungerechtigkeit (Hauptsache es geht der Industrie gut), Subventionierung stromintensiver Unternehmen, was auch der kleine Bürger bezahlen darf und und und …
      Und das alles, damit es unserer Exportwirtschaft gut geht? Und dann noch Panikmache wegen Eurokrise, Schuldenkrise, Finanzkrise, Bankenkrise und Terrorismus am laufenden Band.

      Deutschland hat also vieles, was verbessert werden müsste. Und nicht aufgeschoben, weil es gerade nicht in den Wahlkampf passt oder weil Teflon-Merkel wieder aussitzt und schweigt.

  2. Zu 1.) Gut. Da gibt´s seltsamerweise nicht so viele. :-D

    Zu 2.) Ist natürlich illusorisch und in Deutschland auch nicht ganz unproblematisch, aber wir bräuchten – zumindest vorübergehend – jemanden, der genügend Macht und Unabhängigkeit hat, um nötige schmerzhafte Einschnitte durchzuführen. So wie es Wendelin Wiedeking bei Porsche oder Steve Jobs mit Apple gemacht haben. Ich hoffe, ich habe meinen Gedanken treffend genug umschrieben? :-P

    Zu 3.) Jaja, das ist richtig. Bei uns knirscht´s ganz gewaltig und viele Dinge sind nicht nachvollziehbar, aber in welchem Land läuft schon alles glatt?
    Kennst du jemanden, der einen WIRKLICHEN Grund zu klagen hat?
    Die Panikmache wegen Eurokrise, Schuldenkrise, Finanzkrise, Bankenkrise und Terrorismus ist doch nur von den Medien hochgekocht und wird von notorischen Pessimisten dankbar angenommen. Wären die Medien nicht, würde doch niemand etwas von all diesen „Krisen“ mitbekommen.
    Also mein Lebensstandard und der, meiner Bekannten hat sich in den letzten Jahren nicht verschlechtert. Es ist einfach typisch Deutsch, dass das Glas immer halb leer ist.

    • Felix sagt:

      Zu 2.) Um das zu verhindern haben wir das Grundgesetz, und zwar aus gutem Grund. Eher sollte man die Bürger mehr beteiligen, dann ist auch das Problem zu 1. gelöst. Und ein Land ist kein Unternehmen, wie Apple oder Porsche, das kann und sollte man nicht vergleichen.

      Zu 3.) Ich persönlich kenne niemand, der echte Probleme hat, noch nicht! Aber ich sehe doch, wie alle immer weniger Geld auf Tasche haben und alles teurer wird. Und zu welchen Hungerlöhnen und Billigjobs sich fertig ausgebildete Studenten (Fachkräfte!) hingeben, bis hin zu unbezahlten Prakitka.
      Und auf die Panikmache – zumindest beim Terrorismus – bist du doch voll reingefallen. Oder wie sonst soll ich mir deine Einstellung zum Wunsch nach mehr Sicherheit gegen weniger Freiheit interpretieren?

  3. Zu 2.) Ja, da wäre die Schweiz ein schönes Vorbild. Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass es viele Gemeinsamkeiten in der Führung eines Unternehmens und eines Landes gibt. Schliesslich sind beide auch eng miteinander verzahnt.

    Zu 3.) Stimmt. Der Trend ist eindeutig und beängstigend. Allerdings ist das Problem ein Globales und kann nicht alleine von unserer Regierung gelöst werden.

    Was unsere Studienkultur angeht: Na gut, es ist ja auch so, dass heute jeder studieren möchte, um einen vermeintlich guten Job zu bekommen, während das Handwerk händeringend gute Leute sucht. Ist es denn eine Schande, „nur“ Handwerker zu sein? Auch in diesen Jobs kann man sehr gutes Geld verdienen und Karriere machen. Über dieses Thema könnte ich mich stundenlang auslassen, was hier ein wenig zu weit führen würde.

    Thema Panikmache: Ich bin nur darauf hereingefallen, wenn 9/11, die Sauerlandgruppe, die Anschläge in Madrid und London und die Terror-Ausbildungscamps eine geschickte Verschwörung der Regierungen sind. Ansonsten fühle ich mich in meiner Freiheit kein bisschen beschnitten.
    Im Gegenteil: Würde ich mich heute wegen Angst vor Terroranschlägen nicht mehr ins Flugzeug oder auf öffentliche Veranstaltungen trauen – DANN würde ich mich in meiner Freiheit beschränkt fühlen.

    • Felix sagt:

      Der Unterschied zwischen einem Unternehmen und einem Staat liegt vor allem darin, dass man in einem Staat lebt und von diesem auch das Gewaltmonopol ausgeht, dort außerdem die Gerichte handeln, Gesetze verabschiedet werden, das Zusammenleben der Gesellschaft organisiert wird etc., das ist in einem Unternehmen nicht der Fall. Wenn ich mich in einem Unternehmen nicht wohlfühle, kann ich es verlassen, das ist bei einem Staat nicht ganz so einfach (Visum, Arbeitserlaubnis, Familie, Freunde etc.).

      Die Mitbestimmung ist auch ein globales Problem, du hast Recht, gerade in der EU merken wir das. Aber auch da gibt es Bewegungen, die international handeln (z.B. Global Democracy usw.). Aber vermutlich muss das erstmal lokal angepackt werden, wie soll ein Land ohne Mitbestimmung in ein solches globales System eingebunden werden?

      Und die Studienkultur: Auf der einen Seite werden wir in diesem System in der Schule zu Leistung gezwungen und unter Druck gesetzt (Gymnasium gut, Hauptschule schlecht). In der ganzen Schulzeit werden wir darauf geeicht, möglichst viel zu erreichen und uns wird eingetrichtert, dass dies nur durch ein Studium geht. Die Medien tragen mit Berichten über Pisa oder Fachkräftemangel auch noch dazu bei. Und nicht jeder entscheidet sich aus dem Grund des guten Geldes zum Studium. Wer den Traumberuf Arzt oder Architekt hat, der wird den Weg wohl nur über ein Studium gehen können.

      Und Panikmache: Du bringst mir hier zu sehr Regierung und Medien durcheinander. Eben sagtest du noch, Panik vor Terrorismus sei von Medien gehypt, jetzt sagst du, die Regierungen würden es stellen, wenn es gestellt wäre (auf Verschwörungstheorien will ich mich gar nicht einlassen).

      Und auch deine Wahrnehmung, ab wann du dich in deiner Freiheit beschränkt fühlst, scheint von meiner abzuweichen. ICH bin eben der Meinung, es geht KEINEN (Staat) etwas an, wann und wo ich mit wem und worüber telefoniert oder geschrieben habe. Es geht niemanden etwas an, was ich auf meiner Festplatte habe. Es geht niemanden etwas an, auf welchen Webseiten ich surfe … ICH fühle mich in meiner Freiheit beschnitten.

  4. Hi Felix, ich antworte später. (Am Nachmittag? Abend?) Habe gerade viel um die Ohren.
    Bis gleich!

  5. Hi Felix,
    hast du schon mal in einem Unternehmen gearbeitet?
    All das, was du oben anführst, spielt sich SEHR ähnlich auch in Unternehmen ab. Irgendwie hat der Chef das „Gewaltmonopol“, seine Vorstellungen sind innerhalb des Unternehmens Gesetz und das Zusammenleben innerhalb des Unternehmens wird ja auch vom Unternehmer, u.U. der Gewerkschaft und den Mitarbeitern geregelt.
    Selbst wenn ich mich in einem Unternehmen nicht wohlfühlen, habe ich Kündingungsfristen einzuhalten. Einfach gehen ist auch hier nicht so einfach.
    Ich bleibe dabei: Ein wirklich guter Manager wäre vermutlich auch ein guter Führer für unser Land.

    Diese globale Geschichten sehe ich ein wenig Zwiespältig. NATÜRLICH ist das unsere Zukunft. Kann ja auch nur. Alles andere wäre idiotisch. Wir sind eine furzkleine Kugel in einem umbegreifbar großen Universum; angesichts dessen ist es bescheuert in unseren kleinen Dimensionen zu denken.
    Nur ist der Mensch evolutionär gesehen gerade erst vom Baum gesprungen und ich finde, das merkt man überall. :-D
    Wir (oder sehr viele von uns) sind einfach noch nicht in der Lage, über ihre kleinen geistigen Barrieren hinweg zu denken. Ich denke, dieses globale Ding ist einfach noch zu früh für uns. So denkst du scheinbar auch!?

    Selbstverständlich ist es nötig, für einige Jobs ein Studium abzulegen. Deine beiden Beispiele sind da hervorragende Beispiele, aber diese ganze Verteufelung der „niederen Schulen“ ist ein Unding. Die Menschen, die unser Land zu dem gemacht haben, was es ist haben auch nicht alle studieren können. Oft ist ein gesunder Menschenverstand WESENTLICH wichtiger als eine noch so geschliffene Ausbildung und unser Land braucht nicht nur aufgeblasene, elitär denkende Führungskräfte, sondern auch Menschen, die anpacken können. Was wären wir ohne Bäcker, Metzger, Krankenschwestern und Feuerwehrmänner?
    Ach, mir geht diese Studium-Fixierung auf den Keks. Ich habe mich damals übrigens bewusst gegen ein Studium entschieden und habe es nie bereut. (Ich hatte übrigens bereits ein Auto, Mädchen und eine 100qm-Wohnung, als meine studierenden Freunde noch mit dem Rad fuhren. Und bis heute hat meinen Lebensstandard von meinen studierten Freunden niemand eingeholt.)

    Nein nein, ich bringe Regierung und Medien nicht durcheinander. Lies noch mal genau, was ich geschrieben habe. Natürlich hypen die Medien das Thema, weil es sich gut verkauft. Ich sagte auch nicht, die Regierungen würden diese Dinge inszinieren um die Überwachungen zu rechtfertigen – das wäre paranoid. Ich sagte, die Regierungen dieser Welt überwachen zu recht den weltweiten Datenverkehr und ich bin froh darüber, denn so kann ich sicher sein, dass ich mich – einigermaßen – sicher und frei bewegen kann ohne grossartige Angst zu haben, Opfer eines Terroranschlages zu werden. Und wenn die Amis das Thema überspitzen und mich wegen eines Anti-Amerikanischen Blog-Posts eines Tages nicht in die USA einreisen zu lassen, dann sollen sie es eben tun. Das ist okay. Ich lasse ja auch nicht jeden Android-User in mein Haus. :-D

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass jemand den Quatsch* liest, den du auf der Festplatte hast, oder im Internet verzapfst? Das ist krank, Felix. Du wirst nur mit gescannt, weil man nicht pauschal unterscheiden kann, wer Terrorist ist und wer nicht. Das ist wie beim Sand sieben – die feinen Körner fallen wieder durch´s Sieb und die dicken Steine bleiben hängen. NIEMAND weiß, WORÜBER du telefoniert hast. Nur DASS und mit WEM. Und bitte – das bekommt heute jeder 12-Jährige heraus, der sich in den Telekomserver hackt.

    * Nimm das „Quatsch“ nicht wörtlich. Ist überspitzt ausgedrückt. ;-)

    • Felix sagt:

      Lieber Applejünger,

      gestatte mir deine ersten Aussagen zusammenzuführen. Auf der einen Seite hättest du gerne einen Manager als Führer unseres Landes (dass das Wort hierbei ungünstig gewählt ist, lassen wir dabei mal so stehen), aber gleichzeitig verteufelst du „elitär denkende Führungskräfte“? Entschuldigung, sind Manager nicht genau das? Ich würde lieber einen Bäcker oder einen Müllmann als Bundeskanzler sehen, sofern er Ahnung von Politik hat und ehrlich ist. Welche Eliten wir mittlerweile als „Volksvertreter“ an der Jacke haben sehen wir mit Guttenberg und Wulff. Doktor erkaufen und alles in die eigene Tasche stecken. Ich hätte mich übrigens auch gegen ein Studium entscheiden können und meinen Weg gehen. Wer weiß, vielleicht hätte ich dann jetzt ein großes aufstrebendes Startup hinter mir, vielleicht aber eben auch nicht. Es wird doch Tag zu Tag Angst und Bange gemacht, dass man ohne Studium nichts erreicht. Ich glaube, sobald ich meinen Abschluss habe, habe ich eine gesicherte Grundlage und muss mich nicht vor der Arbeitslosigkeit fürchten, wie mancher Realschulabgänger (was natürlich extrem Schade ist, denn auch ich war mal Realschüler).

      Soweit, dass Regierungen Katastrophen fingieren um Überwachung zu rechtfertigen, würde ich ebenfalls nicht gehen. Aber woher kommen denn solche Verschwörungstheorien? Sie kommen davon, dass die Bürger Ihren Politikern und Regierungen nicht mehr vertrauen. Warum? Wegen Geschichten wie der angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak, angeblicher Atomprogramme im Iran und nicht zuletzt eben auch PRISM.

      Und leider MUSS ich davon ausgehen, dass es bei der Überwachung eben um mehr als „nur“ die sog. Meta-Daten geht. Dazwischen ist doch nur ein kleiner Schritt von Meta-Daten zum tatsächlichen Inhalt und PRISM ist doch nur die Spitze des Eisberges, davon bin ich überzeugt. Und die Taktik alle durch das Sieb laufen lassen ist eben NICHT in Ordnung für einen Rechtsstaat, hier hat es anders herum zu gelten. In einem Rechtsstaat hat die Schuld bewiesen zu werden und nicht die Unschuld. Übrigens, was denkst du was Terroristen tun? Die verschlüsseln und nutzen andere Kanäle, dadurch sind doch gerade unschuldige Bürger betroffen und geraten in solche Rasterfahndungen. Kein Terrorist wird seine Taten in einer Facebook-Gruppe planen.

    • Felix sagt:

      Als kleiner Nachtrag, ich habe es ja neulich noch gesagt – Spitze des Eisberges und so – inzwischen bekannt: XKeyscore, es wird eben doch alles mitgelesen, nicht nur Verbindungsdaten.

  6. Zunächst mal finde ich, sollten wir uns davon frei machen, dass das Wort „Führer“ immer nur hinter vorgehaltener Hand benutzt werden sollte. Unsere Generation ist für die Vergangenheit nicht verantwortlich.
    Als Manager ist man nicht automatisch elitär. Zumindest nicht im Sinne von „ich bin was besseres als ihr“. Ich bin genau wie du der Meinung, dass es mir egal ist, welchen Background unser(e) Kanzler/Kanlerin hat. Hauptsache er/sie macht den Job gut.

    Richtig. Das Vertrauen der Menschen in die Politik – speziell in die Politiker – ist dahin. Und ich kann es nur wiederholen: PRISM und Co. wird wegen des Sommerlochs und der Wahlen künstlich hochgekocht. Jeder klar denkende Mensch wußte schon immer, dass der internationale Datenverkehr überwacht wird. Warum? Weil´s möglich ist und was möglich ist, wird gemacht. Das war schon immer so.

    Na eben, wenn du mal genau darüber nachdenkst, wird dir klar, dass es gar nicht anders geht, als ALLE Daten erst mal nach Verdächtigem abzuklopfen. Und wenn ich im Sieb hängen bleibe, weil ich mich verdächtig gemacht habe, wird genauer nachgeforscht und mir die Schuld bewiesen – oder nicht.
    Das gleiche passiert übrigens auch bei Zoll- oder Verkehrskontrollen. Fühlst du dich da auch zu unrecht verdächtigt?

    Zum Nachtrag: Ich habe mir das gestern Abend noch schnell durchgelesen, ich konnte mich aber nicht einmal im Ansatz über die neuen Enthüllungen mockieren. Der Bericht wirkte wie „Rambo 17“ auf mich. Frei nach dem Motto: „Solange sich die Leute jeden Scheiss mit Sylvester Stallone reinpfeiffen kriegen sie Futter“.
    Also echt jetzt, das ganze ist eine Farce und erinnert mich an das Sommerloch-Krokodil „Sammy“. :-D

    • Felix sagt:

      Naja, dann schieb das alles mal einfach auf das böse Sommerloch. Wenn irgendwo ein Menschen-verachtender Krieg ausbricht und das mitten im Sommre brauchen wir uns ja auch nicht aufregen, ist ja Sommerloch.

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