Linux wird 20

Es findet und fand dieses Jahr immer wieder Erwähnung, Linux feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag – ganz nebenbei bemerke ich wie alt ich schon bin! Unter anderem gratulierte auch der Erzfeind Microsoft dem kleinen Pinguin, ja Microsoft, der Konzern der freie Software und damit mit einem besonderen Blick auf Linux als „Diebstahl“ und als „Tumor“ bezeichnete. Doch alleine das zeigt, dass sich Linux in den letzten 20 Jahren als Konkurrenz der Betriebssysteme etabliert hat. Ja tatsächlich! Konkurrent! Auch wenn noch ein äußerst geringer Anteil der Nutzer zu Hause an ihrem Heim-PC oder an ihrem Arbeitsplatz Linux einsetzen, so hat es sich vor allem im Server-Bereich durchgesetzt und so hat auch Microsoft mittlerweile seine Hände bei der Entwicklung des aktuellen Linux-Kernels mit im Spiel. Außerdem vermarkten auch große Unternehmen (Red Hat, Canonical…) diverse Linux-Distributionen.

Angefangen hat das Projekt „Linux“ als Versuch eines finnischen Studenten, Linus Torvalds – gleichzeitig Namensgeber von Linux -, ein kleines freies Betriebssystem zu entwerfen. Das es eines Tages sich solcher Beliebtheit und Popularität erfreut, dachte damals wohl noch niemand, zumal es nicht der erste Versuch war, ein entsprechendes freies Betriebssystem zu entwerfen, genannt sei hier beispielsweise UNIX. Und Linux hat dabei viel innovatives hervorgebracht, es war nicht nur das erste vollständig freie Betriebssystem, es setzte sogar komplett auf modulare Programmierung. Freie Entwickler in aller Welt setzten sich an das Projekt, programmierten Teile des Betriebssystems und im Jahr 1992 war der Linux Kernel 1.0 geboren.

Heute sind wir bereits – genauer gesagt im Juli 2011 – beim Kernel 3.0 angekommen. Der Versionssprung symbolisiert dabei die „dritte Dekade“, die nun mit dem 20. Geburtstag eingeläutet wurde. Außerdem finden wir Linux heute in immer mehr Geräten vor, nicht mehr nur bei Servern oder bei mehr und mehr Desktop-PCs und Notebooks – dank des steigenden Komforts diverser Linux-Distributionen – sondern auch in mobilen Geräten, wie etwa Smartphones. So basiert beispielsweise Googles Betriebssystem Android auf einem Linux-Kernel. Außerdem bildet Linux oft das Grundsystem in Netzwerkgeräten, wie beispielsweise in Routern oder NAS-Systemen. Und auch andere Innovationen finden ihren Ursprung bei Linux. Sogenannte „App Stores“, also zentrale Software-Sammlungen, gibt es Linux in diversen Formen und Ausprägungen schon lange. Und eine nahezu einmalige Sache unter den etablierten Betriebssystemen ist die große Auswahl aus diversen Distributionen und die Anpassbarkeit – beispielsweise durch verschiedene Desktop-Oberflächen (Gnome, KDE, Unity, …) – an eigene Bedürfnisse.

Zum Thema Software und Verfügbarkeit gibt es zu all dem folgendes zu sagen: Ja, nicht jede Software, die es für Windows oder Mac OS gibt, gibt es auch für Linux. Das gilt vor allem für Spiele oder proprietäre Software. Aber letztere erhalten nach und nach Einzug in die Linux-Welt, da Software-Konzerne erkannt haben, das die Bereitschaft für gute Software zu bezahlen auch unter Linux-Usern mittlerweile verbreitet ist.

Mein persönlicher Weg zu Linux begann mit Ubuntu im Jahr 2005. Dazu könnt ihr gerne hier nachlesen. Und eines sei dazu noch gesagt: Ich bin ein sehr glücklicher Linux-Nutzer, sowohl auf meinem PC, Notebook, als auch Server und Smartphone (mit Android).

Herzlichen Glückwunsch Linux, auf weitere 20 Jahre und mehr!

 

PG

Felix

 – Autor des Artikels

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