Digitaler Vertrieb auch bei Games – Steam

Man gewöhnt sich ja so an einiges. Früher kaufte man alles noch auf einem festen Medium, z.B. CDs, DVDs oder eben CD- bzw. DVD-ROMs. Doch der Trend geht in den letzten Jahren mehr und mehr in die Richtung des digitalen Vertriebs, also des legalen Downloads von Medien, wie Musik, Filmen und Spielen.

Ganz gut daran gewöhnt ist man mittlerweile bei Musik. Inzwischen kann man mit iTunes & Co seine MP3s völlig legal aus dem Internet herunterladen. Ich persönlich nutze dazu schon länger Amazon MP3, mittlerweile über ein PlugIn für meinen Banshee, und bin damit auch sehr zufrieden, da es sich um DRM-freie Mp3-Dateien handelt.

Dann gibt es da noch Filme. Vor kurzem war es ja überall zu hören, zu lesen und zu sehen, dass die illegale Streaming-Seite kino.to vom Netz gegangen ist. Dabei gibt es auch hier schon längere Zeit legale Vertriebsformen über das Internet. Ich gehöre zwar noch zu den Menschen, die sich gerne eine DVD ins Regal stellen, aber auch hier wird sich in nächster Zeit wohl noch einiges ändern. Sei es über legale Streaming-Portale wie Videoload oder in Form von legalen Downloads.

Doch es gibt auch den Online-Vertrieb von PC-Spielen, ein echter Vorreiter hierbei war Valve. Valve – Erfinder von glorreichen Spielen wie Half Life und Counter Strike – hat bereits vor etlichen Jahren seine Plattform Steam aufgezogen. Zunächst diente sie vor allem dem Management seiner Online-Spiele und Freunde und natürlich einer guten Überwachung, ob dass Spiel denn auch legal erworben wurde. Ab Half Life 2 wurde Steam dann sogar zum Zwang und auch ältere Valve-Spiele wurden auf Steam portiert. In Folge eines Streits mit dem alten Publisher Sierra zeigte dann sogar EA Games Interesse an der Plattform und so kam es dazu, dass mittlerweile unzählige Spiele über Steam erworben werden können. Einfach in den Steam-Warenkorb legen, Bestellung abschicken, per PayPal & Co bezahlen, Spiel herunterladen und noch am selben Tag loszocken. Eigentlich ein geiles Konzept, allerdings mit zwei Schwächen: Der Sammler muss auf seine DVD-Rom und sein Handbuch verzichten und die Spiele sind teilweise sogar teurer als die DVD-Version. Doch nach dem ich nun vor einiger Zeit das Spiel Portal und vorgestern auch Team Fortress 2 kostenlos erworben hatte, bemerkte ich, mir fehlt aus der Orange Box nur noch Half Life 2 Episode 2, welches schon länger auf meinem Wunschzettel stand. So habe ich gestern zum ersten Mal ein Spiel über Steam gekauft und konnte noch am selben Tag loszocken.

Fazit: Der Online-Vertrieb per Download spart Zeit, vorausgesetzt man hat eine vernünftige Internetleitung, doch er hat auch noch seine Schwächen in Preis und Zubehör. Allerdings ist vor allem bei Steam positiv zu bewerten, man portiert mittlerweile auch Spiele Plattform-unabhänig auf Mac und bei mir keimt ganz schwach die Hoffnung, dass man eines Tages auch an Linux denkt. Man wird ja noch träumen dürfen… Und wer ebenfalls von einer Linux-Version für Steam träumt, sollte vielleicht dieser Gruppe beitreten ;-)

PG

Felix

 – Autor des Artikels

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