Monats-Archiv: Juni 2011

 

Google legt jetzt richtig los – Neues Design und mehr

Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch das Internet: Google hat nun die Beta-Phase für seinen Facebook-„Killer“ Google+ gestartet. Aktuell kann man nur teilnehmen, wenn man von jemanden eingeladen wird (ich habe mich zwar schon für eine Einladung angemeldet, bisher aber nix erhalten). Aber so lange man noch nicht mitmachen darf kann, kann man sich in der Demo etwas umschauen. Ein interessantes Feature, wie ich finde, sind die sog. „Circles“ (dt. Kreise). Hier kann man seine sog. Freunde besser abgrenzen, beispielsweise zwischen Familie, Freunde, Arbeit, Uni, Schule … und genau steuern, welche Information man in welchem Circle veröffentlicht. Etwas mehr zum Thema Google+ mit Bildern und Videos findet ihr z.B. hier.

Im Zuge des Ganzen, passt Google in den letzten Tagen langsam aber sicher sein komplettes Corporate Design an. Bereits vor zwei Tagen war die obere Leiste dran, die nun in schwarz gehalten ist.

Außerdem wurden im Laufe des gestrigen Tages die Services Google Maps, Google Calendar und Google Mail kleinen Schönheitsoperationen unterzogen.

Heute kamen weitere Änderungen der Google-Suche hinzu. So ist es jetzt unter anderem auch möglich, ein Hintergrundbild einzustellen (Link rechts unten bei Google) und die Leiste auf der linken Seite hat nun neue Farben erhalten. Außerdem scheint es mir so, dass man jetzt auch den Google +1 Button endlich in die deutschen Suchergebnisse einbaut. Vorhin habe ich ihn jedenfalls gesichtet, als ich eben ein Beispielbild machen wollte, war er aber leider wieder verschwunden :offended: .

Wie auch immer, jedenfalls vollzieht Google offensichtlich – doch etwas schneller als von mir gedacht – seine Designänderungen und was soll ich sagen? Mir gefällt es :laugh:

 

Digitaler Vertrieb auch bei Games – Steam

Man gewöhnt sich ja so an einiges. Früher kaufte man alles noch auf einem festen Medium, z.B. CDs, DVDs oder eben CD- bzw. DVD-ROMs. Doch der Trend geht in den letzten Jahren mehr und mehr in die Richtung des digitalen Vertriebs, also des legalen Downloads von Medien, wie Musik, Filmen und Spielen.

Ganz gut daran gewöhnt ist man mittlerweile bei Musik. Inzwischen kann man mit iTunes & Co seine MP3s völlig legal aus dem Internet herunterladen. Ich persönlich nutze dazu schon länger Amazon MP3, mittlerweile über ein PlugIn für meinen Banshee, und bin damit auch sehr zufrieden, da es sich um DRM-freie Mp3-Dateien handelt.

Dann gibt es da noch Filme. Vor kurzem war es ja überall zu hören, zu lesen und zu sehen, dass die illegale Streaming-Seite kino.to vom Netz gegangen ist. Dabei gibt es auch hier schon längere Zeit legale Vertriebsformen über das Internet. Ich gehöre zwar noch zu den Menschen, die sich gerne eine DVD ins Regal stellen, aber auch hier wird sich in nächster Zeit wohl noch einiges ändern. Sei es über legale Streaming-Portale wie Videoload oder in Form von legalen Downloads.

Doch es gibt auch den Online-Vertrieb von PC-Spielen, ein echter Vorreiter hierbei war Valve. Valve – Erfinder von glorreichen Spielen wie Half Life und Counter Strike – hat bereits vor etlichen Jahren seine Plattform Steam aufgezogen. Zunächst diente sie vor allem dem Management seiner Online-Spiele und Freunde und natürlich einer guten Überwachung, ob dass Spiel denn auch legal erworben wurde. Ab Half Life 2 wurde Steam dann sogar zum Zwang und auch ältere Valve-Spiele wurden auf Steam portiert. In Folge eines Streits mit dem alten Publisher Sierra zeigte dann sogar EA Games Interesse an der Plattform und so kam es dazu, dass mittlerweile unzählige Spiele über Steam erworben werden können. Einfach in den Steam-Warenkorb legen, Bestellung abschicken, per PayPal & Co bezahlen, Spiel herunterladen und noch am selben Tag loszocken. Eigentlich ein geiles Konzept, allerdings mit zwei Schwächen: Der Sammler muss auf seine DVD-Rom und sein Handbuch verzichten und die Spiele sind teilweise sogar teurer als die DVD-Version. Doch nach dem ich nun vor einiger Zeit das Spiel Portal und vorgestern auch Team Fortress 2 kostenlos erworben hatte, bemerkte ich, mir fehlt aus der Orange Box nur noch Half Life 2 Episode 2, welches schon länger auf meinem Wunschzettel stand. So habe ich gestern zum ersten Mal ein Spiel über Steam gekauft und konnte noch am selben Tag loszocken.

Fazit: Der Online-Vertrieb per Download spart Zeit, vorausgesetzt man hat eine vernünftige Internetleitung, doch er hat auch noch seine Schwächen in Preis und Zubehör. Allerdings ist vor allem bei Steam positiv zu bewerten, man portiert mittlerweile auch Spiele Plattform-unabhänig auf Mac und bei mir keimt ganz schwach die Hoffnung, dass man eines Tages auch an Linux denkt. Man wird ja noch träumen dürfen… Und wer ebenfalls von einer Linux-Version für Steam träumt, sollte vielleicht dieser Gruppe beitreten ;-)

 

Team Fortress 2 ab sofort kostenlos verfügbar

Es ist nicht das erste Mal, dass Valve eines seiner Top-Spiele den Spielern kostenlos zur Verfügung stellt. Nach Portal – welches inzwischen wieder nur noch gegen Geld erhältlich ist – ist nun Team Fortress 2 dran. Seit ein paar Tagen bekommt man den Multiplayer-Shooter im 3D-Comic-Stil kostenlos über Valves Steam-Plattform. Alles was man dazu benötigt, ist ein Steam-Account, den man sich kostenlos angelegen kann, wenn man noch keinen hat. Dazu benötigt außerdem die Steam-Plattform (für Windows oder Mac). Wenn man das alles beisammen hat, dann kann man schon fast loslegen: Einfach diese Webseite besuchen auf „get it now“ klicken und den Anweisungen folgen.

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Save Games unter Windows synchronisieren

Hier kommt wieder ein Artikel zum heißen Thema „Cloud Computing“. Ich experimentiere derzeit mit verschiedenen Cloud Services und diesmal war mein Grundgedanke dabei, meine Spielstände (sog. Save Games) zu synchronisieren. Da mein Laptop ebenfalls Computerspiele verkraftet, wäre es doch nett, wenn sich meine abgespeicherten Spiele vom Desktop-Rechner auch auf dem Laptop wiederfinden würden. Zunächst hatte ich probiert, ob ich das nicht über meine Dropbox machen könnte, dafür gibt es Tricks, aber die sind eher unkomfortabel. Denn ein Nachteil der Dropbox: Es wird nur der Dropbox-Ordner synchronisiert, externe Ordner sind – zumindest unter Windows – etwas schwieriger synchron zu halten (unter Ubuntu geht das natürlich ganz simpel über Symlinks :innocent: ). Doch da sich meine Save Games auf Windows beschränken, reichte mir eine Variante nur Windows synchron zu halten.

Hier bietet sich das Windows Sky Drive von Microsoft an. Einfach zu benutzen geht es mit Windows Live Mesh. Dieses kann über die Windows Live Essentials installiert werden.

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Firefox 5 – Änderungen in der Versionierung

Seit einigen Tagen ist nun schon Mozilla Firefox 5.0 verfügbar. Damit ist Version 5 gerade mal 3 Monate nach seiner Vorgänger-Version 4.0 erschienen. Somit hat Mozilla seine Versionierungsstrategie geändert. Während man in der Vergangenheit lange die nachfolgende Version getestet und entwickelt hatte, gab es für den aktuellen stabilen Browser kleinere Sicherheitsupdates. So wurde auch nach der Veröffentlichung von Firefox 4.0 die Version 3.6 weiterhin mit Updates versorgt und ein Update auf 4.0 war nur manuell vom Benutzer möglich. Das hat sich nun geändert. Mit den Neuerungen springt man direkt von 4 auf Version 5, auch automatische Updates erfolgen nun auf die neueste Version. Außerdem stehen bereits Version 6 im Beta-, Version 7 im Aurora- und Version 8 im Nightly-Channel. Man passt sich damit scheinbar der Versionierungsstrategie des Browsers Google Chrome an, der schon in Version 12 vorliegt.

Es gibt außerdem positive Nachrichten für Ubuntu-User bzgl. des neuen Firefox‘. Ab sofort wird, wie von Mark Shuttleworth angekündigt, die Strategie der Verteilung des Standard-Browsers Firefox von Ubuntu ebenfalls geändert. Während früher der nächste Versionssprung des Firefox‘ erst in der nächsten Ubuntu-Version erfolgte (außer man verwendete PPAs oder andere Quellen), werden nun auch die offiziellen Ubuntu-Quellen mit der neuesten Firefox-Version versorgt. Damit erfolgt seit etwa 2 Tagen auch ein automatisches Firefox-Update auf Version 5 für Ubuntu Nutzer.

Wer also Firefox 4.0 schon genutzt hat, wird demnächst automatisch auf Version 5 aktualisiert.

Große Änderungen gibt es übrigens kaum. Diesmal wurde eher im Hintergrund an der Leistung geschraubt. Durch die schnelle Versionssprünge wird dies auch künftig so sein und wahrscheinlich eine schleichende Weiterentwicklung entstehen.

Update: Die neue Firefox-Version in den Ubuntu Repositories gilt leider nur für die neueste Version Natty Narwhal. Wer allerdings noch mit einer älteren Ubuntu-Version unterwegs ist und dennoch auf Firefox 5 aktualisieren möchte, sollte sich diesen Artikel mal ansehen.

 

LinuxTag 2011 – Programmnachlese

Ganz im Sinne des OpenSource-Denkens von Linux wurden nun einige Paper und Videos zu den gehaltenen Vorträgen vom LinuxTag 2011 veröffentlicht. Wer die Messe also nicht besucht hat bzw. besuchen konnte, aber die Vorträge und Inhalte des LinuxTages dennoch interessieren, kann sie sich online auf der offiziellen Webseite ansehen und durchlesen.

 

Katze blind gezeichnet

Vor zwei Tagen hat mich Miki „angepingt“ und damit auf eine kleine lustige Blogger-Aktion hingewiesen. Es geht nämlich darum eine Katze mit geschlossenen Augen zu zeichnen.

Aufgabe:

  • Open MS Paint
  • Close your eyes
  • Draw a cat
  • Post result

Auch wenn es sich dabei für mich um den erschwerenden Zustand handelt, dass man ausgerechnet MS Paint verwenden soll – also erstmal mein virtuelles Windoof anwerfen und feststellen wie fürchterlich Paint dank den Ribbons mittlerweile aussieht und sich freuen, dass man sonst Ubuntu nutzt – habe ich es gewagt und eine Katze mit geschlossenen Augen gemalt:

Unter den Bloggern gibt es übrigens schon viele andere Teilnehmer, unter anderem:

 

Lokaler Webserver zur Webentwicklung

Solange ein Webentwickler „nur“ HTML-Seiten entwürft und entwickelt, ist es kein Problem diese direkt im Browser seiner Wahl anzeigen zu lassen. In der Regel reicht dazu ein Doppelklick auf die entsprechende HTML-Datei oder das Datei-Menü des Browsers. Aber sobald es darum geht, Seiten mit Programmiersprachen wie beispielsweise PHP zu entwickeln, wird es schon etwas komplizierter. Denn in der Regel funktioniert es hier nicht so einfach, der Browser kann mit ein paar Tricks zwar noch das HTML-Gerüst anzeigen, aber bei den PHP-Befehlen wird er streikeb.

Das liegt daran, dass Programmiersprachen wie PHP, im Gegensatz zu beispielsweise JavaScript, nicht direkt im Browser interpretiert werden, sondern zu den Server-Programmiersprachen gehört, die auf dem Webserver kompiliert und interpretiert werden und als fertiges statisches HTML an den Benutzer in den Browser zurückgeschickt werden.

Nun hat man als Webentwickler zwei Möglichkeiten:

  • Entweder man nutzt seinen bereits vorhandenen Webserver beim Hoster und lädt dort seine entwickelten Skripte hoch und testet sie dann dort

oder

  • man hat einen lokalen Webserver zur Verfügung.

Ich möchte nun beschreiben, wie einfach es doch sein kann, sich einen lokalen Webserver auf seinem Rechner, an dem man auch die Webseiten entwickelt, installiert, der auch Skriptsprachen wie PHP unterstützt. Dabei beziehe ich mich hier auf :ubuntu: Ubuntu (Linux) und den Webserver namens Apache. Wer Windows oder Mac benutzt, sollte sich mal bei XAMPP umschauen. XAMPP kann auch für Linux eingesetzt werden, aber Linux bringt in der Regel von Haus aus die Möglichkeit mit, einen Apache-Webserver direkt lokal zu betreiben.

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Eine (fast) perfekte Web-Entwicklungsumgebung – Aptana

Am vergangenen Mittwoch gab es an meiner Hochschule sog. Probevorlesungen – hier stellen sich bewerbende Professoren den Studenten mit einer Vorlesung vor und die Studenten können danach bewerten und mit entscheiden, ob die Bewerber als Professor angenommen werden. Das Thema der 3 Vorlesungen war „Rich Internet Applications with HTML5“. Für mich als nebenberuflicher Webentwickler die perfekte Veranstaltung. Davon abgesehen, wie gut bzw. wie schlecht die ein oder andere Vorlesung war, brannte einem meiner Kommolitonen immer eine bestimmte Frage unter den Nägeln. Gibt es eine gut Web-Entwicklungsumgebung (auf gut deutsch: ein aufgeblasener vielseitiger HTML-Editor)?. Alle 3 Kandidaten konnten darauf nicht befriedigend antworten, sie behelfen sich entweder mit herkömmlichen Editoren oder IDEs (Entwicklungsumgebungen) wie Eclipse (vorrangig für Java entwickelt, es exisitieren dafür auch Web-Plugins für beispielsweise PHP). Doch am Ende des Tages klingelten bei mir die Glocken: Mir fiel eine entsprechende Entwicklungsumgebung ein, die ich vor einigen Jahren schon einmal ausprobiert hatte: Aptana Studio.

Aptana basiert auf Eclipse und ist sowohl als Stand-alone oder Eclipse Plugin zu bekommen. Außerdem – weiterer großer Vorteil – ist es für jedes gängige Betriebssystem zu haben, darunter auch Linux. Vor etlichen Jahren habe ich noch Macromedia Dreamweaver genutzt (heute Adobe) und war davon ziemlich verwöhnt, viele Features brachte Aptana vor einigen Jahren noch nicht mit. Doch ich habe nun mitbekommen, dass vor kurzer Zeit Version 3 des Aptana Studios erschienen ist und habe es gleich installiert (Stand-alone).

 

Aptana Studio 3.0 unter Ubuntu nach ein paar persönlichen Anpassungen

Es bietet mittlerweile echt viele nette Features, darunter Autovervollständigung, integrierte Validation, die Möglichkeiten Web-Dateien über FTP zu synchronisieren, verschiedene Farbthemes für den Code und die Möglichkeit einen eigenen lokalen Web-Server einzubinden (dazu werde ich demnächst etwas mehr schreiben ;-)). Es vereint außerdem das Programmieren von HTML, CSS, PHP, Python, Ruby … Das einizige Feature, dass ich im Moment noch vermisse: Ich würde gerne bei img-Tags die Attribute width und height automatisch erkennen, aber sonst hat sich echt viel getan. Ich bin begeistert!

Ach ja, es ist OpenSource und kostenlos ;-)

 

ASDF Movie 1

Für den etwas einfacheren Humor ein echter Klassiker. Bereits der Name verrät viel Kreativität ;-) (Wer das nicht versteht, guckt bitte kurz auf seine Tastatur :-P)