Synchron mit sich und der Welt – dank Dropbox

„Die Cloud greift um sich.“ Das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch zunächst, was ist eigentlich diese ominöse Cloud (engl. Wolke)? Dabei handelt es sich in der Regel um Dienste, die einen Datenservice irgendwo in unbekannten Regionen und Serverfarmen anbieten, in einer Wolke eben. Das können z.B. Dienste sein, mit denen man seine Lesezeichen des Browsers synchronisiert (z.B. XMarks) oder sogar seine Passwörter (z.B. LastPass). Doch ein in meinen Augen ganz besonderer Dienst, da er sehr intuitiv funktioniert, ist Dropbox.

Dropbox synchronisiert beliebige Dateien zwischen verschiedenen Endgeräten, von Computern bis hin zu Smartphones. Und das alles auf sehr einfache Art und Weise und zwischen allen Betriebssystemen.

Ich setze Dropbox ein, seit ich ein Smartphone mein eigen nenne und darauf automatisch abgeglichene Dateien von meinem Computer haben wollte. Schnell entdeckte ich dabei, dass ich auch meine Daten zwischen Linux und Windows sehr einfach synchron halten kann. Vor kurzem ist nun auch ein neues Notebook in meine Dropbox-Familie eingezogen. Hier halte ich in erster Linie meine Daten vom Studium und einige Tabellen und Dokumente zwischen beiden Rechnern auf dem selben Stand. So kann ich beispielsweise in der Uni im Computerlabor an meinem Laptop an einer Aufgabe arbeiten und finde diese dann zu Hause an meinem Desktop-Rechner wieder. Übrigens: Neuerdings funktioniert die Synchronisation zwischen zwei Rechnern auch per LAN, also lokal und nicht über das Internet. Das geht wesentlich schneller. Dazu muss man nur seinen Dropbox-Ordner im Netzwerk als „Dropbox“ freigeben und das Häkchen in den Optionen bei „Enable LAN Sync“ setzen, es funktioniert tatsächlich, auch zwischen Windows und Linux. Ein weiteres geniales Feature, welches ich seit kurzem ebenfalls nutze, ist das Sharing. Ich kann hier einen bestimmten Ordner in meiner Dropbox mit anderen Nutzern teilen. Das nutze ich seit einigen Wochen zusammen mit ein paar meiner Kommolitonen für eine Gruppenarbeit. Weiterhin kann man dort Dateien hochladen, die dann andere über einen Link herunterladen können oder man stellt hier seine Fotoalben für jedermann online. (habe ich bisher allerdings noch nicht genutzt)

Doch wie funktioniert das Ganze? Das klingt ja unheimlich kompliziert! Nein, es ist extrem einfach. Einfach die Software von Dropbox herunterladen, ein Benutzerkonto einrichten und schwupp hat man einen Ordner namens „Dropbox“ auf seinem Rechner. Die Daten in diesem Ordner werden jetzt in die Cloud geladen und automatisch auf anderen Geräten mit dem selben Dropbox-Konto heruntergeladen, und umgekehrt. Einfacher geht es wirklich nicht!

Das Ganze ist übrigens kostenlos, so lang einem 2GB Speicher ausreichen. Man kann diese aber auch bis zu 8GB kostenlos erweitern, z.b. durch Gewinnspiele oder Einladungen ;-). Wem das noch immer nicht reicht, kann für etwa 10$/Monat 50GB und 20$/Monat für 100GB erweitern.

Also, wer Interesse hat, sollte sich hier anmelden – denn damit folgt ihr meiner Einladung und schenkt mir 250MB mehr Speicher – und dann loslegen.

PG

Felix

 – Autor des Artikels

15 Reaktionen auf “Synchron mit sich und der Welt – dank Dropbox

  1. Gucky sagt:

    Interessant ! Ich bin auch bei Dropbox. Allerdings wußte ich bisher nicht, wie ich das sinnvoll nutzen kann. Ich sollte mich mal näher damit beschäftigen… :annoyed:

    • Felix sagt:

      @Gucky

      Aber Hauptsache man ist dabei :teasing:
      Ich hatte erst Ubuntu One ausprobiert, ein Dienst der bei Ubuntu (Linux) gleich mitkommt. Aber danach bin ich auf Dropbox umgestiegen, weil es einfach ausgereifter ist. Und das ist einfach nur praktisch ;-)

  2. aga80 sagt:

    …mmmh mal schauen.

    Ich bin gerade dabei ein Win7 auf meinem NB aufzuspielen, Ok es sieht ganz nett aus, aber irgendwie … merke ich, das ich seit Jahren Auf Linux setzte und mir das Ubuntu Softwarecenter viel Ärger abnimmt.

    MitDropbox werde ich mich demnächst mal auseinandersetzten.

  3. aga80 sagt:

    Gnampf

    • Felix sagt:

      @aga80
      Mein Beileid zu Windows. Die selbe Erfahrung musste ich vor 2 Wochen auch machen. Erst musste ich alles formatieren, damit ich ein reines unversautes Windows installieren konntr, dann durfte ich „Windows-Hopping“ spielen, also die Programme im Web und von CDs zusammenklamüsern und dafür insg. einen ganzen Tag brauchen. Danach war Ubuntu dran, das war in ca 1-2h fertig, dank des Software-Centers ;-) Und Apple und Windows komme erst jetzt auf die Idee, wie praktisch sowas doch in einer Verwaltung ist, tja, Linux nutzt das schon seit Ewigkeiten in verschiedener Form :laugh: :ubuntu:

    • aga80 sagt:

      Ja und die Verapplten und die Windoofuser werden wieder erklären, wie toll und inovativ ihre Systeme wieder sind … . :ubuntu:

    • Felix sagt:

      @aga80

      Und Apple ist ja immer ganz besonders „innovativ“ ;-) Da wird gerne mal verschwiegen, dass man eigentlich auf UNIX aufbaut :devil:

  4. aga80 sagt:

    Naja so schlimm ist es gar nicht,ich habe erst mal eine alte 160GB Platte ins NB gepackt.
    Win 7 HP 64Bit hat alle Treiber, bis auf Touchpad, SDHC Cardreader und dem Dell Quickset gefunden.
    Ok NB ist von Jan 2009 und von Dell offiziell nur für XP und Vista 32 Bit zertifiziert, aber die Nachfolgemodelle, hatten dann auch Vista 64 Bit Treiber, nur gut, wenn man in Foren fündig wird.
    Momentan teste ich nur … .

  5. Marc sagt:

    Ist es echt erforderlich den Dropbox-Ordner noch extra freizugeben, also mit Windows-Freigabe?
    Ich dachte immer LAN-Sync geht auch so…?!

    • Felix sagt:

      @Marc
      OK, da bin ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht so sicher. Ich habe es so gemacht und ich dachte ich hätte das auch mal so gelesen. Aber auf der Dropbox-Seite finde ich jetzt keinen entsprechenden Vermerk. Evtl. funktioniert es auch so. Man sollte es normaler Weise beim Synchronisieren sehen (entweder steht dort direkt LAN-Sync oder eben eine sehr hohe LAN-Geschwindigkeit)

  6. aga80 sagt:

    *ggg*
    Das ist zwar schon was älter, aber trifft es immer noch.
    http://youtu.be/aufL76bXLAg

  7. rené sagt:

    Wer Wert auf die Sicherheit seiner in die Wolke gestreuten Files legt, dem empfehle ich Wuala.com .

    Ist meines Wissens der einzige Dienst, der deine Daten vor dem hochladen, auf deinem Rechner, mit einem individuellen Schlüssel verschlüsselt.
    Nicht mal der Anbieter kann auf die gespeicherten Daten und Metadaten zugreifen. Deine Passphrase solltest du also nicht vergessen. Sonst kannst du die Files ebenfalls vergessen!

    Wuala ist ein Startup einer handvoll Schweizer Informatik Studenten. Der Dienst wurde in der Zwischenzeit von LaCie eingekauft.

    Speicherplatz bekommst du 1GB gratis.
    100GB zusätzlich kosten 99Euro pro Jahr.
    Oder du hast einen Server am laufen und tauschst lokalen Speicherplatz gegen Wolkenspeicher…

    • Felix sagt:

      @rené

      Danke für den Hinweis. Prinzipiell ist das ja gar nicht schlecht, aber auch bei Dropbox hat man zu Anfang behauptet, es sei alles verschlüsselt ;-) Mir persönlich am liebsten und am sichersten wäre es, ich könnte dazu meinen eigenen Server nutzen ;-)
      Das Problem bei diesen Diensten ist es leider, sobald es ans Teilen geht, muss jeder den selben Dienst nutzen :sad:

    • rené sagt:

      selbstverständlich braucht jeder Teilnemer denselben Client,
      oder zumindest dasselbe Protokoll.
      Ist bei einer „sicheren“ selbstgehosteten Lösung auch nicht anders. Hier hast du auch noch das Bandbreiten Problem dazu,
      falls du nicht nur für dich und deine Oma hostest! ;-)

      Wenn du Skypen willst brauchen auch alle Kontakte denselben Client.
      Voip Software gäbe es ebenfalls noch andere :sad:

      Eine Opensource Version stand sogar mal zur Debatte, der Deal mit dem Festplattenschrauber war halt offensichtlich zu verlockend…

      Dropbox verschlüsselt nur den Übertragungsweg und die privaten Dateien auf deren Server, aber mit IHREM Schlüssel.
      Und die Metadaten wie zB Datei- und Ordnernamen bleiben sogar sichtbar.
      Zitat: „Dropbox employees are prohibited from viewing the content of files you store in your Dropbox account, and are only permitted to view file metadata (e.g., file names and locations).“
      Das ist der entscheidende Unterschied!

      Wuala ist in der Hinsicht eher mit Lastpass zu vergleichen.

      Du verteilst nicht den Download Link zum Gruppenordner, sondern den Gruppenschlüssel der nur im Besitz des Gruppenadmins ist.
      Solange dein Schlüssel nicht an Ungebetene gerät,
      kann man auch die verdächtigen Dateinahmen nicht ausspionieren.
      Nichtmal der Serveradmin des Dienstes oder ein Hilfssheriff. :devil:

      Da nicht ganze Files sondern nur Paketweise verschlüsselt und verteilt wird,
      ist sogar HD Streaming möglich.
      Vorausgesetzt natürlich du gründest eine pralle Gruppe ;-)

    • Felix sagt:

      @rené

      Dank deinem Hinweis benutze ich seit heute auch Wuala. Ich werde es die nächsten Tage noch testen und dann wahrscheinlich auch einen Artikel drüber schreiben. :-)

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