Halogen vs. LED

Vor einer knappen Woche ist mir eine Halogen-Lampe an meinem Spiegelschrank im Badezimmer durchgebrannt. Daraufhin hatte ich mich im Internet umgesehen und flugs 2 passende LED-Spots bestellt. Vor etwa 2 Tagen, durch das lange Oster-Wochenende etwas verzögert, sind die neuen Lampen dann auch angekommen. Noch am Abend habe ich die LED-Spots ausgepackt und in die Fassungen des Spiegelschranks gesteckt, nicht ahnend, dass man doch mehr als nur die Fassung (GU5.3) und die Spannung (12V) zu beachten hat. Der Vorteil bei LEDs sollte klar sein, im Vergleich zu einer vergleichbaren Halogen-Lampe mit 20W braucht eine LED nur etwa 2,3W, was natürlich dem Stromverbrauch und damit auch Geldbeutel und Umwelt zu Gute kommt. Außerdem habe ich beim Kauf der Power LED bei Conrad auch auf die Farbe Warm-Weiß und den relativ hohen Abstrahlwinkel von 60° geachtet. Der Abstrahlwinkel ist hierbei wichtig (vorher in Internetforen recherchiert), da die Ausleuchtung ja nicht zu schmal sein sollte, es wird also mehr beleuchtet. Denn im Vergleich dazu haben Halogen-Lampen einen höheren Abstrahlwinkel, als ein LED-Spot. Doch leider bin ich dennoch auf ein kleines Problem gestoßen: Die Mindestlast des Transformators im Spiegelschrank. Offenbar benötigt dieser Trafo – und das scheint bei relativ vielen Spiegelschrank-Trafos preiswerterer Bauart der Fall zu sein – etwa 20W. D.h., wenn eine Halogenlampe mit 20W von 2x20W ausfällt, stellt dies auch kein Problem dar, aber sobald man unter diese Mindestlast fällt, fangen die Lampen an zu flackern und der Transformator brummt. Das ist nicht nur schlecht für die Lampen, sondern auch für den Trafo selbst. Leider ist genau das passiert als ich mit beiden LED-Spots nur noch knappe 5W am Trafo zu hängen hatte, die Lampen haben geflackert und der Trafo ungesunde Geräusche gemacht. Dabei ist mir außerdem aufgefallen, dass trotz der Bezeichnung „warm-weiß“ die LEDs sehr hell – das ist hier positiv zu werten, die Zeiten in denen LEDs vergleichsweise dunkel waren, sind vorbei – aber auch sehr steril wirken. Das gesamte Badezimme erstrahlt fast schon in Zahnarztatmosphäre, schade. Doch durch die Mindestlast musste ich nun wieder über 20W kommen, die einfachste Lösung hierbei war es, die intakte Halogen-Lampe weiter zu nutzen und in die andere Fassung den LED-Spot zu stecken. Damit kommt der Trafo auf etwa 22,5W und somit über die Mindestlast, damit auch kein flackern und kein brummen. Und auch ein positiver Nebeneffekt, die Beleuchtung wirkt nicht mehr so steril und wärmer dank der bestehenden Halogenlampe. Der Nachteil dabei ist allerdings die uneinheitliche Optik der Leuchtkörper.

Fazit: Bei LED-Spots als Ersatz für Halogen-Lampen kann man ordentlich Strom sparen, aber auch nur wenn die Voraussetzungen neben Fassung, Spannung und Mindestlast des Trafos erfüllt sind. Die Beleuchtung ist mittlerweile hell genug – man sollte hier allerdings auf den Abstrahlwinkel achten – um Halogenlampen zu ersetzten, allerdings handelt es sich dabei auch im eine ungemütlichere Farbtemperatur.

PG

Felix

 – Autor des Artikels

4 Reaktionen auf “Halogen vs. LED

  1. Marc sagt:

    Das ist mir schon fast zu kompliziert! Ich will doch nur den Schalter anknipsen und es werde hell :-)

  2. Thomas sagt:

    LED Spots sind schon eine tolle Sache, aber leider bekommt man immer noch nicht die Helligkeit hin, die eine normale Lampe liefert. Dazu ist so ein LED Strahler nicht gerade billig. Aber LED wird früher oder später in jedem Haushalt mal Standard werden.

    • Felix sagt:

      @Thomas

      Also als ich beide LED-Spots angebracht hatte, hatte ich (trotz flackern) das Gefühl, dass die LEDs sehr hell sind, sogar heller als die Holgen-Strahler. Allerdings ist mein Badezimmer ziemlich klein, es kann durchaus sein, dass sich das bei größeren Räumen durch die Ausstrahlung schlecht auswirkt.

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