Monats-Archiv: Mai 2011

 

Ich kann ja gemein sein

Hihi, heute war ich mal (wieder?) gemein, allerdings nur innerhalb meiner schalldichten Kabine meines Automobils :innocent:  Sowohl zur Uni als auch auf dem Rückweg stand ich heute im Stau, sauer wegen unzähliger (seit über einem Jahr bestehenden!!!) Baustellen. An dieser Stelle sei nur kurz angemerkt, ich bin heute ausnahmsweise mit Auto gefahren weil ich (a) zur Post wollte und (b) tanken (das ist bekanntlich montags am billigsten preiswertesten).

Auf dem Rückweg saß ich also – wieder – im Stau, Gedrängel an jeder Ampel, fast immer steht man mitten auf der Kreuzung. Da sehe ich im Rückspiegel, wie sich so eine fette dicke Kuh Frau bei roter(!!!) Fußgänger Ampel fast vor das Auto meines Hintermannes wirft, um noch die Straßenbahn an der Haltestelle zu erwischen. Ich beobachtete sie weiter und sie nahm – soweit bei fortgeschrittener Gewichtsklasse möglich – die Beine in die Hand und bewegte sich – allerdings nur vom Anschein, da dann alles wackelt und auf und ab geht, aber leider nicht voran – und ich sitze im Auto und rufe (keiner außer mir hört es) zur Straßenbahn “FAHR FAHR FAHR…”. Und tatsächlich, als Frau Fett an der Straßenbahn ankommt und noch verzweifelt auf den Knöpfen rumdrückt, fährt sie ab! Und wisst ihr was? Ich habe in meinem Auto gefeiert, applaudiert und herzlich gelacht, das war ein Spaß… da war der Stau nur noch halb so wild :teasing:

 

OpenSUSE bekommt Unity

Ja, tatsächlich, Canonicals neue Desktop-Oberfläche, die in Ubuntu den klassischen Gnome-Desktop in Version 11.04 Natty Narwhal ablöste, findet nun auch seinen Weg in anderen Distributionen. Als erstes portiert man derzeit Unity – die von vielen Ubuntu-Nutzern sehr skeptisch empfangen wurde – bei OpenSUSE. Aktuell gibt es wohl sogar erste Portierungen von Unity 2D, welches auch ohne 3D-Beschleunigung funktioniert. Aber auch Unity 3D – und damit auch Compiz – soll portiert werden. Offenbar wird Unity damit eine weitere offizielle Oberfläche von OpenSUSE neben KDE, Gnome 2 & 3, XFCE und LXDE, getreu dem Motto “Choice is good”.

Links: OpenSUSE, Rechts: Ubuntu

Mehr Screenshots von Unity unter OpenSuse.

 

Firefox 5.0 Beta parallel testen

Auch bei Mozilla wird fleißig hinter den Kulissen weiter entwickelt, und zwar auch an der nächsten Version des beliebten Browsers Firefox. Die aktuelle stabile Version ist Firefox 4.0 mit einigen optischen und technischen Änderungen im Vergleich zum Vorgänger Firefox 3.6, der hier und da auch noch zum Einsatz kommt.

Und nun ist es für Interessierte, für Entwickler und alle anderen möglich, die 1. Beta-Version von Firefox 5.0 (unstabile Vorabversion) herunterzuladen und zu testen. Für mich ist der nächste Feuerfuchs immer besonders interessant, da ich hier vorab mögliche Ausgabe-Änderungen an meinen Webseite entdecken und korrigieren kann. Außerdem bin ich einfach neugierig und interessiere mich generell für verschiedene Betas. Doch hier möchte ich vor allem die Balance zwischen der Stable Version 4.0 und der Beta Version 5.0 halten. Beide Browser sollen sich nicht in die Quere kommen!

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Synchron mit sich und der Welt – dank Dropbox

“Die Cloud greift um sich.” Das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch zunächst, was ist eigentlich diese ominöse Cloud (engl. Wolke)? Dabei handelt es sich in der Regel um Dienste, die einen Datenservice irgendwo in unbekannten Regionen und Serverfarmen anbieten, in einer Wolke eben. Das können z.B. Dienste sein, mit denen man seine Lesezeichen des Browsers synchronisiert (z.B. XMarks) oder sogar seine Passwörter (z.B. LastPass). Doch ein in meinen Augen ganz besonderer Dienst, da er sehr intuitiv funktioniert, ist Dropbox.

Dropbox synchronisiert beliebige Dateien zwischen verschiedenen Endgeräten, von Computern bis hin zu Smartphones. Und das alles auf sehr einfache Art und Weise und zwischen allen Betriebssystemen.

Ich setze Dropbox ein, seit ich ein Smartphone mein eigen nenne und darauf automatisch abgeglichene Dateien von meinem Computer haben wollte. Schnell entdeckte ich dabei, dass ich auch meine Daten zwischen Linux und Windows sehr einfach synchron halten kann. Vor kurzem ist nun auch ein neues Notebook in meine Dropbox-Familie eingezogen. Hier halte ich in erster Linie meine Daten vom Studium und einige Tabellen und Dokumente zwischen beiden Rechnern auf dem selben Stand. So kann ich beispielsweise in der Uni im Computerlabor an meinem Laptop an einer Aufgabe arbeiten und finde diese dann zu Hause an meinem Desktop-Rechner wieder. Übrigens: Neuerdings funktioniert die Synchronisation zwischen zwei Rechnern auch per LAN, also lokal und nicht über das Internet. Das geht wesentlich schneller. Dazu muss man nur seinen Dropbox-Ordner im Netzwerk als “Dropbox” freigeben und das Häkchen in den Optionen bei “Enable LAN Sync” setzen, es funktioniert tatsächlich, auch zwischen Windows und Linux. Ein weiteres geniales Feature, welches ich seit kurzem ebenfalls nutze, ist das Sharing. Ich kann hier einen bestimmten Ordner in meiner Dropbox mit anderen Nutzern teilen. Das nutze ich seit einigen Wochen zusammen mit ein paar meiner Kommolitonen für eine Gruppenarbeit. Weiterhin kann man dort Dateien hochladen, die dann andere über einen Link herunterladen können oder man stellt hier seine Fotoalben für jedermann online. (habe ich bisher allerdings noch nicht genutzt)

Doch wie funktioniert das Ganze? Das klingt ja unheimlich kompliziert! Nein, es ist extrem einfach. Einfach die Software von Dropbox herunterladen, ein Benutzerkonto einrichten und schwupp hat man einen Ordner namens “Dropbox” auf seinem Rechner. Die Daten in diesem Ordner werden jetzt in die Cloud geladen und automatisch auf anderen Geräten mit dem selben Dropbox-Konto heruntergeladen, und umgekehrt. Einfacher geht es wirklich nicht!

Das Ganze ist übrigens kostenlos, so lang einem 2GB Speicher ausreichen. Man kann diese aber auch bis zu 8GB kostenlos erweitern, z.b. durch Gewinnspiele oder Einladungen ;-). Wem das noch immer nicht reicht, kann für etwa 10$/Monat 50GB und 20$/Monat für 100GB erweitern.

Also, wer Interesse hat, sollte sich hier anmelden – denn damit folgt ihr meiner Einladung und schenkt mir 250MB mehr Speicher – und dann loslegen.

 

Linux Tag 2011 – Mein Besuch in fremde Linux-Welten

Am vergangenen Samstag war ich auf Europas größter OpenSource Messe in Berlin: Auf dem LinuxTag 2011. Fleißige regelmäßige Leser meines Blogs sollten die Bilder schon gesichtet haben ;-)

Dort ging es also nicht nur um Linux, sondern auch um andere quell-offene freie Produkte. Natürlich waren auch verschiedene Linux-Distributionen vertreten. Diese Produkte und Distributionen haben sich allerdings nicht nur an Ständen präsentiert sondern teilweise auch Vorträge gehalten. Dieser Ausflug war für mich ein Muss! Nicht nur wegen Linux, sondern auch für das Studium und meine freiberufliche Tätigkeit nebenbei. Nicht umsonst habe ich dort 8 Stunden meines Samstags verbracht ;-)

In diesem Artikel möchte ich mich zu den Linux-Distributionen äußern:

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Linux Tag 2011 – Mein Besuch in Bildern

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Erste Erfahrungen mit Ubuntu Natty Narwhal

Vor etwa zwei Wochen ist Version 11.04 – für unkundige: 11 steht für das Jahr, 04 für den Monat ;-) – mit dem Codenamen Natty Narwhal erschienen. Übersetzt heißt das in etwas so viel wie “schicker Narwal” – nicht nur, dass man in der mittlerweile beliebten Tradition alphabetisch beim Codenamen vorarnzuschreiten, hat das “schick” in der neuesten Ubuntu-Version eine besonders große Bedeutung. Mark Shuttleworth kündigte wie immer den Codenamen der nächsten Versionen an und legte mit dieser Version fest, diesmal solle das Design, die Optik und die Haptik im Vordergrund stehen. Und so entstand die wohl umstrittenste Ubuntu-Version.

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Halogen vs. LED

Vor einer knappen Woche ist mir eine Halogen-Lampe an meinem Spiegelschrank im Badezimmer durchgebrannt. Daraufhin hatte ich mich im Internet umgesehen und flugs 2 passende LED-Spots bestellt. Vor etwa 2 Tagen, durch das lange Oster-Wochenende etwas verzögert, sind die neuen Lampen dann auch angekommen. Noch am Abend habe ich die LED-Spots ausgepackt und in die Fassungen des Spiegelschranks gesteckt, nicht ahnend, dass man doch mehr als nur die Fassung (GU5.3) und die Spannung (12V) zu beachten hat. Der Vorteil bei LEDs sollte klar sein, im Vergleich zu einer vergleichbaren Halogen-Lampe mit 20W braucht eine LED nur etwa 2,3W, was natürlich dem Stromverbrauch und damit auch Geldbeutel und Umwelt zu Gute kommt. Außerdem habe ich beim Kauf der Power LED bei Conrad auch auf die Farbe Warm-Weiß und den relativ hohen Abstrahlwinkel von 60° geachtet. Der Abstrahlwinkel ist hierbei wichtig (vorher in Internetforen recherchiert), da die Ausleuchtung ja nicht zu schmal sein sollte, es wird also mehr beleuchtet. Denn im Vergleich dazu haben Halogen-Lampen einen höheren Abstrahlwinkel, als ein LED-Spot. Doch leider bin ich dennoch auf ein kleines Problem gestoßen: Die Mindestlast des Transformators im Spiegelschrank. Offenbar benötigt dieser Trafo – und das scheint bei relativ vielen Spiegelschrank-Trafos preiswerterer Bauart der Fall zu sein – etwa 20W. D.h., wenn eine Halogenlampe mit 20W von 2x20W ausfällt, stellt dies auch kein Problem dar, aber sobald man unter diese Mindestlast fällt, fangen die Lampen an zu flackern und der Transformator brummt. Das ist nicht nur schlecht für die Lampen, sondern auch für den Trafo selbst. Leider ist genau das passiert als ich mit beiden LED-Spots nur noch knappe 5W am Trafo zu hängen hatte, die Lampen haben geflackert und der Trafo ungesunde Geräusche gemacht. Dabei ist mir außerdem aufgefallen, dass trotz der Bezeichnung “warm-weiß” die LEDs sehr hell – das ist hier positiv zu werten, die Zeiten in denen LEDs vergleichsweise dunkel waren, sind vorbei – aber auch sehr steril wirken. Das gesamte Badezimme erstrahlt fast schon in Zahnarztatmosphäre, schade. Doch durch die Mindestlast musste ich nun wieder über 20W kommen, die einfachste Lösung hierbei war es, die intakte Halogen-Lampe weiter zu nutzen und in die andere Fassung den LED-Spot zu stecken. Damit kommt der Trafo auf etwa 22,5W und somit über die Mindestlast, damit auch kein flackern und kein brummen. Und auch ein positiver Nebeneffekt, die Beleuchtung wirkt nicht mehr so steril und wärmer dank der bestehenden Halogenlampe. Der Nachteil dabei ist allerdings die uneinheitliche Optik der Leuchtkörper.

Fazit: Bei LED-Spots als Ersatz für Halogen-Lampen kann man ordentlich Strom sparen, aber auch nur wenn die Voraussetzungen neben Fassung, Spannung und Mindestlast des Trafos erfüllt sind. Die Beleuchtung ist mittlerweile hell genug – man sollte hier allerdings auf den Abstrahlwinkel achten – um Halogenlampen zu ersetzten, allerdings handelt es sich dabei auch im eine ungemütlichere Farbtemperatur.