Rennspiel-Fans werden zu Rasern?

Eine – in meinen Augen mal wieder fragwürdige – Studie möchte folgendes zu Tage gebracht haben: Junge Spieler von Rennspielen am Computer oder Spielkonsolen sollen dazu neigen, auch im späteren Leben mit Führerschein im realen Straßenverkehr rasanter zu fahren.

Dazu wurden 2.000 Probanden im Alter von 16 bis 17 Jahren befragt, die wurden dann zwei Jahre später erneut unter die Lupe genommen und ihr Fahrverhalten per Fragebogen erneut untersucht. Statistisch ausgewertet wurden die Zahlen dann von 354 Teilnehmern. Eine sog. „sorglose Einstellung“ gegenüber rasanten Geschwindigkeit sei signifikant bei jungen Rennsimulations- oder Drive-Em-Ups á la Grand Theft Auto -Spielern. Ganz nebenbei soll auch Alkohol bei den Spielern eher unterschätzt werden, denn schließlich macht ja besoffenes betrunkenes Fahren am Computer auch Spaß… Weitere Informationen über die Studie findet man unter anderem bei heise.

Ich persönlich reagiere immer etwas empfindlich, wenn es um Studien geht, die die „Gefahr“ von Computerspielen aufzeigen möchten. Und auch die obigen Zahlen lassen mich eher stutzig werden (2.000 Teilnehmer und 354 ausgewertete Antworten?). Außerdem wurden die jungen Leute offenbar nur per Fragebogen untersucht, ein echter Fahrtest scheint nicht erfolgt zu sein.

Übrigens, liest man den vollständigen Artikel bei NewScientist, so trifft man auch auf einen weiteren interessanten Punkt. Denn hier spricht man auch davon, dass es weitere Studien gibt, die durchaus positive Wirkungen auf den Spieler haben können. Beispielsweise kann so die Voraus- und Weitsicht des Spielers und späteren Fahrers trainiert werden.

Aber vielleicht erklärt sich ja über diese Studie, warum ich gestern vom Polizeipräsidenten Post bekommen habe. Denn auch ich habe in meiner Jugend Spiele wie Grand Theft Auto und Need for Speed gespielt.

PG

Felix

 – Autor des Artikels

4 Reaktionen auf “Rennspiel-Fans werden zu Rasern?

  1. Miki sagt:

    Tja, so hat Muttertier die Spiele nicht verboten und heute musse blechen! :surprised: dann musst du deiner Oma so ein Spiel installieren und schon haben wir eine rasende Autofahrerin mehr! :hay: :innocent: :laugh:
    Man sollte Reaktionsschnelligkeit fördernde Spiele für autofahrende Senioren zur Pflicht machen. Sieht man ja oft genug, dass diese gucken, ob die Kreuzung frei ist und ehe sie beschließen, jetzt fahren zu können, ist die Kreuzung schon wieder dicht. Und der Verkehr wird nun mal schneller und dichter.

    • Felix sagt:

      @Miki

      Ja, warum hast du mich sowas nur spielen lassen?! Nu haben wa den Salat :innocent: :laughdevil:

      Und die Idee mit den Senioren finde ich gut, die sollen mal Need for Speed zocken, da können sie sich auch hier Auto schön „aufpimpen“ :laugh:

  2. Marc sagt:

    Bei solchen Studien bin ich auch eher skeptisch…
    Aber das es mal kein Shooter ist, der kritisiert wird, ist definitiv etwas neues :laugh:

    • Felix sagt:

      @Marc

      Zu den bösen Shootern gab es wohl schon zu viele Studien, nun ist das nächste Genre fällig.

      Es gab sogar Zeiten, da wurden Echtzeitstrategiespiele kritisiert, sie würden den Krieg verherrlichen und kriegerische Planung ermöglichen. Diese Diskussion war ganz groß 2002. Denn ausgerechnet pünktlich zum Irak-Krieg musste Command & Conquer Generals veröffentlicht werden ;-) … und das zog richtig perverse Zensur-Maßnahmen in Deutschland nach sich, mit Robotern und so… :angry:

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