Monats-Archiv: September 2010

 

Der Kopf ist wieder frei

Es ist geschafft, gestern habe ich meine letzte Prüfung für dieses Semester hinter mich gebracht, vom Gefühl her auch mit Erfolg ;-).

Damit sind auch die letzten 2 Wochen büffeln abgehakt. Das heißt, ich habe auch wieder mehr Zeit zu bloggen, mich über aktuelle Politik aufzuregen, im Internet nach Neuigkeiten zu suchen und und und … Die kommenden Tage kann ich soweit vielleicht noch etwas genießen, allerdings haben sich in den letzten Tagen auch einige Punkte auf meiner ToDo-Liste angehäuft, die erledigt werden wollen.

Das Studium jedenfalls beginnt am kommenden Montag, aber ich freue mich auf das nächste Semester :-)

 

10 kleine AKW – Kabarett-Slam-Allstars

 

Latte und Tor

Die englische Woche in der Bundesliga ist gerade durch. Doch zu diesem Anlass gibt es ein witziges Fußball-Video aus dem Ausland :-)

(Das Video wurde leider gesperrt)

PS: So wie ich YouTube kenne, wird das Video bald wieder verschwinden :angry:

 

Atomi erklärt uns den Atomstrom

 

Mein Geldbaum ist wieder da

Mein Affenbrotbaum alias Geldbaum ist wieder bei mir zu Hause. Er ist dieses Frühjahr bei mir ausgezogen, um sich im Sommer auf Mikis Balkon zu sonnen. In diesem Sommer habe ich zudem die Zeit genutzt und eine neue Ecke auf meinem Schreibtisch freigemacht, in der der Baum seinen neuen angestammten Platz einnimmt. Allerdings, das habe ich bei den vielen Baum-Besuchen wohl etwas übersehen, ist der Baum extrem gewachsen. Er wächst nicht nur kreuz und quer in alle Richtungen, sondern hat mittlerweile auch einen riesigen Topf. Naja, das muss ja ein richtig gutes finanzielles Jahr werden, denn jetzt steht dieser riesige Baum wieder in meiner Geldecke ;-)

Doch seht selbst:

 

Atomkraft? – Nein, danke!

In letzter Zeit fabriziert unsere Regierung einen Scheißhaufen nach dem anderen trifft unsere Regierung eine Fehlentscheidung nach der anderen. Eigentlich kommt man da gar nicht mehr hinterher. Doch ein Thema liegt mir persönlich besonders am Herzen:

So hat die aktuelle Regierung beschlossen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dabei soll es zu einem „Geheim-Deal“ inkl. Schutzklausel gekommen sein, der vor allem auf die Energierkonzerne und Wirtschaft zugeschnitten ist. Dabei wird völlig ignoriert, dass Kernenergie in Deutschland extrem unbeliebt ist. Dabei ist auch völlig egal, was man in anderen Ländern von dieser Technologie hält, ob sie dort beliebt oder unbeliebt ist, es geht hier um Deutschland, um unsere Regierung und darum, dass die demokratisch gewählte Regierung am Volk vorbeihandelt. Denn um die mittlerweile eingebrochenen Mehrheiten nutzen zu können, möchte man bei dem entsprechenden Gesetz den Bundesrat umgehen. Übrigens, vor kurzer Zeit wurde auch die Förderung für regenerative Energien drastisch gekürzt. Somit geht nach dem aktuellen Etat jeder dritte Euro aus dem Haushalt des Umweltministeriums in die Kernenergie. Dabei wird uns das neue Energiekonzept als „revolutionär“ und ohne Ausweg verkauft. Dass man unter Rot-Grün bereits kürzere Laufzeiten beschlossen hatte, beweist allerdings, dass es durchaus möglich wäre. Außerdem wäre es doch viel „revolutionärer“, wenn man Deutschlands wirtschaftliche Stärke, die uns ja immer wieder vorgehalten wird (wir seien ja Europas Lokomotive – in etwa der Wortlaut der Kanzlerin), um regenerative Energien, wie Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme usw. intensiv zu erforschen und zu fördern.

Nun gibt es ja auch Befürworter der Kernenergie. Damit habe ich kein Problem, aber meine Meinung ist gefestigt, ich habe definitiv ein Problem mit Kernenergie, sowohl aus Umwelt- als auch aus Wirtschaftspolitischer Sicht. Zu diesem Thema habe ich vor einem guten Jahr bereits einen kleinen Artikel geschrieben.

Wenn ihr meiner Meinung seid, dann habt ihr auch die Möglichkeit, eure Stimme an der richtigen Stelle anzubringen. Derzeit gibt es vier größere Petitionen bzw. Aufrufe gegen die geplante Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Hier eine Übersicht:

Und es geht noch weiter: Die Regierung soll den Widerstand nicht nur auf dem Papier spüren, sondern auch in der Realität. So plant Campact am kommenden Samstag (18.09.2010) eine Demonstration in Berlin.

 

Kurz vor’m 500. Kommentar

Im Oktober 2008 habe ich angefangen hier zu bloggen, aber das ist eine andere Geschichte… Seit dem haben sich langsam mehr und mehr Kommentare angesammelt. Inzwischen stehen 459 Kommentare in meinem Blog. Vielen Dank an dieser Stelle an alle fleißigen Leser und Kommentatoren :-)

Damit steht die Kommentaranzahl kurz vor einem ersten größeren Meilenstein, der 500. Also gebt weiter fleißig Kommentare ab, denn derjenige, der den 500. Kommentar abgibt, bekommt ein kleines Geschenk von mir. Es soll eine kleine Überraschung sein, aber es ist etwas wirklich Praktisches und ein „reales“ Geschenk, kein virtuelles ;-)

 

Für die Wissenschaft – Boinc

Mich hat eine alte Leidenschaft wieder gepackt: BOINC – oder auch Berkeley Open Infrastructure for Network Computing. Dabei handelt es sich um eine Plattform der Universität Berkeley, die damit die Rechenleistung verschiedenster Rechner über das Internet verfügbar macht. Denn wissenschaftliche Daten müssen ausgewertet werden und dafür benötigt man Rechenpower. Eine Möglichkeit sind teure Serverfarmen, die solche Daten – beispielsweise Simulationen oder Aufzeichnungen – auswerten sollen. Solche Farmen sind aber teuer und auch nicht besonders umweltfreundlich und vor allem kleinere Projekte können solche Anlagen kaum finanzieren. Und genau hier wird nun BOINC eingesetzt. Denn da draußen stehen mittlerweile Millionen von Rechnern – egal ob bei uns zu Hause oder im Büro, in der Schule oder in der Universität – und diese sind meistens nicht ausgelastet. Sie werden genutzt, um im Internet zu surfen, die Emails abzurufen, vielleicht etwas chatten oder Texte verfassen. Da wäre es doch eine gute Idee, die restliche Rechenkraft im Hintergrund unmerklich zu nutzen, um der Wissenschaft die ersehnten ausgewerteten Daten zu liefern.

Ich bin bereits seit 2002 mit dabei. Ursprünglich startete die Universität Berkeley das Projekt SETI@Home. SETI bedeutet übrigens Search for Extraterrestrial Intelligence (dt. Suche nach außerirdischer Intelligenz). Bei diesem Projekt werden aufgezeichnete Signale des Radioteleskops Acreibo ausgewertet. SETI@Home war das erste Projekt dieser Art. Von dieser Idee inspiriert entwickelte man in Berkeley die Plattform Boinc, welche mittlerweile noch weiteren wissenschaftlichen Projekten aller Welt zur Verfügung steht und somit die Rechenkapazität der im Internet verfügbaren Computer nutzt.

Seit einigen Tagen stelle auch ich meinen (neuen) Rechner auf diese Art und Weise zur Verfügung. Ich habe mein altes SETI@Home-Konto wieder reaktiviert und auch in diesem Moment wertet er im Hintergrund die Daten aus Berkeley aus. Allerdings lasse ich meinen Computer nur mit halber Kraft (einen Prozessor-Kern von zwei)  die Arbeit übernehmen, um die Temperatur auf einen normalen Level zu halten, denn man sollte nicht vergessen, volle Rechenlast bedeutet auch eine höhere Temperatur im Gehäuse. Aber mittlerweile steht mir ja auch ein eigener Dedicated Server bei 1&1 zur Verfügung, und auch dieser hat außer einigen Webanfragen und Email-Konto-Abrufen noch viele freie Kapazitäten – und auch diese nutze ich für BOINC aus.

Neben SETI@Home gibt es – wie bereits erwähnt – weitere interessante Projekte. Ich habe außerdem festgestellt, dass man bei SETI@Home die Server nicht mehr dauerhaft online zu halten scheint und es daher zu Pausen für neue Aufgaben kommt. Also habe ich mich bei weiteren Projekten angemeldet, um meine Rechenkraft der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Dabei bin ich über MilkyWay@Home gestolpert. Dabei handelt es sich um ein relativ ähnliches Programm, hierbei wird nicht nach außerirdischer Intelligenz geforscht, sondern ein 3D-Modell der Milchstraßengalaxie errechnet.

Aber nicht nur die Weltraumforschung wird mittels BOINC bedient, so habe ich mich inzwischen auch für ein drittes Programm eingetragen: climatePrediction. Hier steht die Klimaforschung im Vordergrund. Das halte ich für besonders sinnvoll, denn hier werden die Klimadaten unserer Erde ausgewertet, um den Klimawandel der nächsten 50 Jahre voraussagen zu können.

Aber man tut nicht nur etwas für die Wissenschaft, nein, das ganze wird auch in Statistiken erfasst, es werden Punkte (sog. Credits) vergeben und man kann in Teams arbeiten. Also auch der Wettbewerbsdrang wird befriedigt ;-)

Boinc Stats

Und wer hat Lust, wer möche seinen Computer – egal ob Windows, Linux oder Mac – der Wissenschaft zur Verfügung stellen?

Es gibt noch viele weitere Projekte aus den Bereichen Biologie, Medizin, Physik, Astronomie, Kryptografie …

Einige Projekte, die ich für ebenfalls reizvoll halte:

  • LHC@Home – Simulationen für den berühmten Teilchenbeschleuniger Europas
  • Einstein@Home – Auswertung von Gravitationswellen im Universum
  • Enigma@Home – Es existieren 3 Enigma-verschlüsselte Nachrichten aus dem Jahre 1942 – diese konten bis heute nicht entschlüsselt werden!
 

Piano-Rolltreppe

Gestern Abend wurde ich auf eine nette Werbekampagne für Volkswagen hingewiesen. In dieser ging es darum, dass man in einer U-Bahn-Station die Treppe zu einem Piano umgebaut hatte. Eine kurze Stichwortsuche vw piano rolltreppe ergab dann den Treffer. Ich liebe YouTube ;-)

 

Rennspiel-Fans werden zu Rasern?

Eine – in meinen Augen mal wieder fragwürdige – Studie möchte folgendes zu Tage gebracht haben: Junge Spieler von Rennspielen am Computer oder Spielkonsolen sollen dazu neigen, auch im späteren Leben mit Führerschein im realen Straßenverkehr rasanter zu fahren.

Dazu wurden 2.000 Probanden im Alter von 16 bis 17 Jahren befragt, die wurden dann zwei Jahre später erneut unter die Lupe genommen und ihr Fahrverhalten per Fragebogen erneut untersucht. Statistisch ausgewertet wurden die Zahlen dann von 354 Teilnehmern. Eine sog. „sorglose Einstellung“ gegenüber rasanten Geschwindigkeit sei signifikant bei jungen Rennsimulations- oder Drive-Em-Ups á la Grand Theft Auto -Spielern. Ganz nebenbei soll auch Alkohol bei den Spielern eher unterschätzt werden, denn schließlich macht ja besoffenes betrunkenes Fahren am Computer auch Spaß… Weitere Informationen über die Studie findet man unter anderem bei heise.

Ich persönlich reagiere immer etwas empfindlich, wenn es um Studien geht, die die „Gefahr“ von Computerspielen aufzeigen möchten. Und auch die obigen Zahlen lassen mich eher stutzig werden (2.000 Teilnehmer und 354 ausgewertete Antworten?). Außerdem wurden die jungen Leute offenbar nur per Fragebogen untersucht, ein echter Fahrtest scheint nicht erfolgt zu sein.

Übrigens, liest man den vollständigen Artikel bei NewScientist, so trifft man auch auf einen weiteren interessanten Punkt. Denn hier spricht man auch davon, dass es weitere Studien gibt, die durchaus positive Wirkungen auf den Spieler haben können. Beispielsweise kann so die Voraus- und Weitsicht des Spielers und späteren Fahrers trainiert werden.

Aber vielleicht erklärt sich ja über diese Studie, warum ich gestern vom Polizeipräsidenten Post bekommen habe. Denn auch ich habe in meiner Jugend Spiele wie Grand Theft Auto und Need for Speed gespielt.