Mein sozialer Ubuntu-Desktop

Mit Ubuntu 9.10 Karmic Koala führte man bei dem Linux-Betriebssystem ein Indicator-Applet ein, welches den Benutzer über verschiedene soziale Dienste informieren soll. Mit Ubuntu 10.04 Lucid Lynx wurde dieser noch weiter verbessert.

Doch was macht dieses Applet überhaupt? Es ist standardmäßig in Ubuntu aktiviert und informiert über ein Symbol und über ein Menü in der Taskleiste über verschiedene soziale Dienste, wie beispielsweise Emails und Instant-Messaging (ICQ & Co).

Doch die Perfektion ist noch nicht erreicht: So funktionierte dieses Applet bisher nur mit Evolution als E-Mail-Client, als Instant Messaging Dienst wird mittlerweile Empathy von Ubuntu bevorzugt, wobei Pidgin auch vom Applet unterstützt wird, als Twitter-Client soll Gwibber dienen.

Für mich kommen diese Programme aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, als E-Mail-Client nutze ich Mozilla Thunderbird, zum Instant-Messaging Pidgin. Außerdem möchte ich Twitter und meine RSS-Feeds integrieren.

Mozilla Thunderbird hat leider noch keine standardmäßige Einbindung in das Indicator-Applet und auch die Benachrichtigungen laufen nicht über Ubuntu. Das kann man aber mit einem Addon für Thunderbird ändern. Es heißt libnotify Popups, es zeigt die Benachrichtungen im Stil von Ubuntu und wird mittlerweile auch perfekt in den Indicator integriert. Eine Übersetzung in die deutsche Sprache habe ich selbst erstellt, eine Übersetzung wird aber evtl. auch bald offiziell veröffentlicht. Außerdem bringe ich Thunderbird mit Hilfe von Alltray in die Taskleiste.

Pidgin integriert sich bereits perfekt in den sozialen Desktop von Ubuntu, es kann über die normalen Paketquellen installiert werden. Dazu habe ich Skype installiert, welches über ein Skype-Plugin in Verbindung mit Pidgin funktioniert.

Für Twitter habe ich einen niedlichen kleinen einfachen Client entdeckt: Pino. Auch er integriert sich auf perfekte Art und Weise in Ubuntu. Mit Pino kann man außerdem mehrere Twitter-Accounts verwalten, auch identi.ca Accounts können gefüttert werden.

Nun fehlen nur noch meine RSS-Feeds. Dafür nutzte ich lange Zeit den Linux-Reader liferea und probierte auch RSSOwl aus. Beide Reader hatten einen Nachteil, ich kann sie nicht synchron mit meinem Laptop (ebenfalls Ubuntu) halten. Die perfekte Ubuntu-Lösung hier: Google Reader kombiniert mit Cloud Services Notifications, welches ebenfalls auswahlweise über das Indicator-Applet läuft (oder über ein Symbol in der Taskleiste) und über neue Ereignisse über die Ubuntu-Benachrichtigungen informiert.

Hier nochmal eine Übersicht über den perfekten sozialen Desktop unter Ubuntu:

Auf der Suche nach den einzelnen Komponenten bin ich auf einen sehr interessanten Blog gestoßen, welcher mir bei meiner Suche über den Weg gelaufen ist und mir mit dem ein oder anderen Hinweis gut geholfen hat: Danke an Peter Kröner.

PG

Felix

 – Autor des Artikels

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