Der neue Computer als Setzkasten

Endlich war es soweit! Am Freitag kam das letzte sehnsüchtig erwartete Paket mit der letzten neuen Hardware für meinen neuen Super-PC. Bereits in der letzten Woche erhielt ich den Prozessor, das Mainboard und den Arbeitsspeicher, zu warten war jetzt noch auf das neue Gehäuse, die Grafikkarte, DVD-Brenner und der Prozessor-Lüfter. Leider gab es beim letzten Shop Schwierigkeiten mit der Lieferung des Gehäuses, deshalb hatte sich das ganze auch so unerträglich verzögert. Aber es gab eine einfache Lösung: Gehäuse stornieren und bei einem anderen Shop bestellen, wo es noch auf Lager ist. Hätte ich das nicht getan, würde ich heute noch warten. :innocent:

Jedenfalls konnte ich am Freitag endlich meine neue Hardware zusammensetzen. Übrigens, für die, die sich fragen „da fehlen doch noch Teile?“, ich verwende meine beiden alten Festplatten und das alte Netzteil, damit ist der PC komplett.

Als erstes habe ich das Mainboard ausgepackt und bereit gelegt, denn auf diese Hauptplatine werden alle anderen Teile eingesetzt.

Daraufhin folgt der schwierigste Schritt: Die Montage des Prozessors und der dazugehörige Kühlkörper. Der Prozessor sitzt auf sehr empfindlichen Verbindungspins, deshalb ist dies absolut nichts für Laien, man sollte hier doch schon den einen oder anderen Computer auseinander genommen haben ;-) Jetzt fehlt allerdings noch der, für den Prozessor lebenswichtige, Lüfter und auch dieser muss mit Vorsicht und Präzision aufgesetzt werden, denn er muss optimal kühlen und darf das empfindliche Bauteil darunter nicht beschädigen. Übrigens sollte man zwischen dem Prozessor und dem Lüfter eine Paste auftragen, die die Wärmeleitung auch auf kleinsten Unebenheiten gewährleistet. In meinem Fall nutze ich eine Silikonpaste, mittlerweile kommt aber auch immer öfter Flüssigmetall zum Einsatz, welches allerdings schwieriger aufzutragen und aus chemischen Gründen aggressiver auf die Bauteile reagiert. Dafür nutze ich aber einen effektiven Vollkupferkühler, denn anders als das bei den meisten Lüftern eingesetzte Aluminium, hat dies eine wesentlich bessere Wärmeleitkapazität. Außerdem bringt sich mein neuer Lüfter ,aufgrund seiner außergewöhnlichen Ausrichtung, perfekt in den Luftstrom im PC ein.

Jetzt wartet das nackte Gehäuse darauf, endlich mit Leben gefüllt zu werden. Dazu muss als erstes das Mainboard mit darauf befindlichem Prozessor und Lüfter eingesetzt werden. Davor müssen allerdings die Abstandschrauben in das Gehäuse eingeschraubt werden. Das ist wichtig, da es sonst auf den „Lötstellen“ auf der Rückseite der Platine zu Kurzschlüssen kommen könnte. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Schrauben an den richtigen Positionen angebracht werden.

Es sieht zwar noch nicht so aus, aber der PC ist fast fertig und das Schwierigste ist damit geschafft. Jetzt müssen nur noch die nötigen Kabel vom Gehäuse, z.B. USB und Audio, sowie Gehäuselüfter, mit den entsprechenden Anschlüssen auf dem Mainboard verbunden werden. Diese Anschlüsse findet man in der Regel sehr gut und ausführlich beschrieben in der Gebrauchsanweisung des Mainboards. Stecker falsch-herum aufsetzen ist kaum möglich, da diese meist so geformt sind, dass dies nicht ohne Gewalt machbar ist. Außerdem müssen die Laufwerke und Festplatten mit Datenkabeln zum Mainboard verbunden werden. Danach werden die Erweiterungskarten, wie in meinem Fall die Grafikkarte, in die entsprechenden Slots gesetzt, auch hier kann man nichts falsch machen, wenn es passt, dann passt es. Allerdings war ich sehr erstaunt, wie riesig die Grafikkarten mittlerweile sind (auf dem folgenden Bild das lange MSI-Teil ;-) ). Zum Schluss konnte ich bei meinem neuen Gehäuse das Netzteil von hinten einbauen und dann die Stromkabel mit allen Komponenten verbinden, ein Kabel an das inzwischen befestigte DVD-Laufwerk, an die beiden Festplatten, zwei Kabel an die Grafikkarte (Stromfresser), und sogar drei Kabel auf das Mainboard, eines der Kabel ist aufgrund der Rückwärtskompatibilität zu alten PCs geteilt. Auch hier gilt: Kurzschlüsse sind eigentlich nicht möglich, da alle Kabel nur in eine bestimmte Buchse und in eine bestimmte Richtung passen.

Und das war es eigentlich auch schon! Zugegeben, für einen Laien sieht das wahrscheinlich sehr kompliziert aus, aber es lohnt sich, und da es nicht mein erster PC war, habe ich das in einer relativ guten Zeit geschafft. ;-) Nun musste ich nur noch die nötige Software auf meiner neuen Rakete installieren und dann konnte ich endlich spielen, nämlich eines meiner absoluten Lieblingsspiele: Command & Conquer.

Und zum Schluss noch die technischen Daten, für die Freaks da draußen :laugh:

  • CPU: Intel Core 2 Duo E8400 @ 3.00 GHz
  • CPU Lüfter: Zalman CNPS 9500 AT
  • RAM: 2x 2GB DDR3 1333MHz
  • Grafikkarte: MSI Ati Radeon HD4870
  • Mainboard: Asus P3E5 Pro
  • Netzteil: LC Power 6550 mit 550W
  • Festplatten: 350GB + 500GB S-ATAII
  • DVD-Brenner: Sony Double Layer DVD-R und DVD+R
  • Gehäuse: Lian Li 8NB

PG

Felix

 – Autor des Artikels

5 Reaktionen auf “Der neue Computer als Setzkasten

  1. Miki sagt:

    Coole Rakete! :cool:
    Und nun wartet meine Kartoffel auf deine abgelegten Teile zwecks Tuning. :cool: ;-) Der Lüfter sieht ja rattenscharf aus. Ich würde mich nicht wundern, wenn du irgendwann ein transparentes Gehäuse hast ;-)
    Hast du denn dein Geld von dem insuff. Shop zurück? :laughdevil:

  2. Felix sagt:

    Von dem betreffenden Shop habe ich bisher mein Geld leider noch nicht zurück. Ich denke aber, dass das diese Woche noch erledigt sein wird, denn der Shop ist ja dennoch sehr seriös.

  3. mikmups sagt:

    Da freue ich mich für dich und auf gute Erfolge und auch Spass ! :teasing: :hay:

  4. Tekima sagt:

    :laugh: :innocent: :cool: Is ja obercool, wie du die Teile zum Funktionieren bringst !!!!!
    Und was machst du noch damit außer Spiele spielen ? :hay:

  5. Felix sagt:

    Damit wird vor allem gearbeitet und gelernt :geek:

    Und natürlich ab und zu gespielt :innocent:

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