Afghanistan – Die totale Friedensmission

Seit einigen Tagen überschlagen sich in den Medien die Berichte und der Bundeswehreinsatz in Afghanistan wurde mitten in den deutschen Wahlkampf katapultiert.
Was ist geschehen? Vor einigen Tagen befahl die Bundeswehr nahe Kundus einen Luftschlag gegen zwei, angeblich von Taliban entführte, Tanklaster. Dabei kamen offenbar auch Zivilisten ums Leben.
Nach diesem verheerenden Ereignis steht Afghanistan wieder im Fokus der deutschen Öffentlichkeit, und das völlig zurecht.
Werfen wir einen Blick in das Jahr 2001, dem Beginn des Krieges der Friedensmission in eben diesem Land. Am 11. September 2001 wurde die Welt geschockt: Der Terroranschlag in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon erschütterte vor allem die westliche Hemisphäre. Die Schuldigen waren schnell gefunden, vor allem die Galionsfigur des Bösen, Osama Bin Laden, der sich laut George W. Bush in Afghanistan versteckt hält. Noch völlig überwältigt und vor Solidarität übermannt, schicken verschiedene Länder, wie auch Deutschland, ihre Truppen in den Kampf gegen die Taliban und in den Kampf gegen den Terror.
Das Ziel war klar: Die Taliban bekämpfen und vernichten, Osama Bin Laden finden, den Terror besiegen… Doch nichts davon ist eingetreten. Die Taliban kehrten zurück, Bin Laden wurde nicht gefunden und auch die naive Haltung, man könne Terror mit militärischen Hightech-Waffen schlagen, bröckelt. Man hat das Land ins Chaos gestürzt, zwar gibt es jetzt eine Demokratie, doch vor Ort müssen die Wähler Angst um ihre Gliedmaßen haben und es seien bereits in den ersten offiziellen Wahlen Fälschungen aufgetreten. Heute ist das Land von internationalen Truppenverbänden, unter anderem der Bundeswehr, besetzt, zivile Aufbau- und Bildungsprogramme werden kaum unterstützt. Es gibt nach wie vor keine eigenen schlagkräftigen Einsatztruppen geschweige denn Polizisten. Stattdessen werden vermeintliche Schlupflöcher der Taliban von NATO-Verbänden bombardiert, um dem internationalen Terrorismus den Gar auszumachen. Dabei tötet man Frauen und Kinder und deren Angehörigen geraten in die Spirale des Hasses.

PG

Felix

 – Autor des Artikels

Eine Reaktion auf “Afghanistan – Die totale Friedensmission

  1. Miki sagt:

    Ich muss bei dem Thema immer daran denken… es dürfte so 2 bis 3 Jahre her sein, da fanden wieder die Vereidigungen in Berlin statt, künftige Afghanistan- „Helden“ wurden eingeschworen.
    Da lief eine verzweifelte Mutter an den Absperrungen vorbei, stellte sich vor ihren Jungen und fragte „Warum?“
    Natürlich wurde sie schnell entfernt… dem Sohn war es sicher maximal peinlich… aber sag mir mal warum??
    Warum ziehen wir Mütter unsere Jungens groß?
    Damit irgendwelche Bush´s & Co. sie in den Krieg schicken und sich selbst damit profilieren können? (Selbst trauen sie sich doch keinen Meter in umkämpftes Gebiet).
    Alte Männer (…) predigen den Krieg und junge Männer ziehen in die Schlacht. Von den Zivilisten ganz zu schweigen.
    Und wenn die Bevölkerung (hier)zu murren anfängt, dann doch mal den Sinn hinterfragt, kreirt Herr Schäuble ein Grusel-Szenario. Wo keine Bedrohung ist, wird sie hingeredet.
    Mit den Ängsten der Menschen lässt sich immer was zurecht manipulieren. Und wenn man die Macht über die Medien hat, ist es ja sowieso ganz leicht…
    Schlafen Sie eigentlich gut, Herr Schäuble?

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