Mein eigener IMAP-Server

Seit gestern abend bzw. nächtlicher harter Kopfarbeit, hab ich nun einen eigenen IMAP-Server zum Laufen gebracht. Jetzt ist natürlich die Frage: Was ist ein IMAP-Server?
„Die Abkürzung IMAP steht für Internet Message Access Protocol. Das Anwendungsprotokoll erlaubt den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails, die sich in einem Postfach auf einem Mailserver befinden.“
Quelle: Wikipedia

Der Vorteil an einem IMAP-Postfach ist, dass man dort seine EMails mittels eines EMail-Clients, wie z.B. Mozilla Thunderbird oder Microsoft Outlook, verwalten kann und dies zentral auf dem Server geschieht. Jede Änderung, die man dort also vornimmt geschieht zentral und kann von jedem beliebigen Rechner vorgenommen werden. Das ist besonders von Vorteil, wenn man mit mehreren PCs arbeitet und von jedem dieser PCs seine EMails verwalten will. Die Alternative dazu bildet POP3, welches häufig vom Normalbenutzer verwendet wird. Dort werden die Emails vom entsprechenden Server heruntergeladen und lokal verarbeitet, man hat also keine zentralen EMails. Übrigens bieten viele EMail-Anbieter ebenfalls IMAP-Server an, so z.B. Arcor, GMX oder Web.de.

Nun zu meinem Fall:
Ich habe jetzt also einen IMAP-Server auf meinem Ubuntu-System zu laufen. Dieser ruft mittels fetchmail all meine EMail-Konten per POP3 ab und legt sie dann auf meinem Server ab. Danach übermittelt postfix diese EMails in einem zentralen Ordner ab, welcher dann vom IMAP-Server dovecot verwaltet wird. Diesen Server kann ich dann mit meinem EMail-Client (Thunderbird) sowohl im lokalen Netz als auch im Internet abrufen und verwalten. Das funktioniert aber natürlich nur mit dem entsprechenden Passwort ;-)

Aber warum mache ich es so kompliziert, wenn doch soviele EMail-Anbieter bereits IMAP anbieten?
Nun, die Antwort ist für mich simpel: So liegen MEINE EMails zentral auf MEINEM Server. Dort kann ich sie unter anderem auch sichern (Backup) und muss keine Angst haben, dass ein Server bei beispielsweise Arcor oder GMX abschmiert…

PG

Felix

 – Autor des Artikels

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